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Auf dem Papier mag das eine interessante Variation des Folterhorrorthemas sein und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, sind schier grenzenlos. Durch die triste, reduzierte Umsetzung aber ist daraus kein sonderlich sehenswerter Film geworden. Für Horrorfans dürfte das Dargebotene nicht reich genug an schrillen Sadismen und Thrills sein, während sich Freunde von Dramen an den paar Grausamkeiten stoßen werden. Selbstjustiz und die Rache an den Peinigern wurden schon etliche Male packender, aufwühlender, einfach besser umgesetzt als in dieser grauen Arthouse-Variante. Auch die Szenen mit dem Entführer und seinem um Gnade jammernden "Gast" geben nicht viel her, liefern keine tiefgründigen psychologischen Erkenntnisse oder dergleichen. 7 DAYS liefert nach seinem unangenehmen Auftakt einfach nicht weiter ab.
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Der Film stellt eine Frage, die schon manches Mal gestellt wurde: Was würdest du, wenn deine Tochter/dein Kind vergewaltigt würde !? Bruno Hamel geht sehr weit ! Manchmal echt brutal, manchmal lässt er ihn einfach nur hängen, im wahrsten Sinne des Wortes, manchmal betäubt er ihn und schneidet ihm eine Niere (!?) raus, das alles nackt & ohne viel mit ihm zu reden ! Auch die Suche nach ihm gestaltet sich als sehr spannend, er trickst die Beamten immer wieder aus ... Im Film + Abspann kommt kein einziger Ton Musik vor, was die Bilder noch brutaler und beeindruckender macht als so schon... Verstörend. Aber irgendwie auch faszinierend.