Abt.: Black is beautiful
New York City, 1971. John Shaft, Amerikas coolster schwarzer Privatdetektiv, wandert durch die Strassen und klappert seine Informanten ab. Immer wieder hört er, dass zwei gefährlich aussehende Typen sich nach ihm erkundigen – was sie von Shaft wollen, weiß jedoch niemand. Und weil Shaft kein Freund von Überraschungen ist, ergreift er selbst die Initiative: Er lauert den beiden Unbekannten auf, überwältigt sie und schafft sie in sein Büro. Dort erfährt er, wer sie sind: Handlanger von Bumpy Jonas, einem stadtbekannten Gangsterboss. Bumpy will mit Shaft etwas besprechen, doch der Detektiv lässt sich nicht gern herumkommandieren: Als er sich weigert, den beiden zum Haus des Gangster zu folgen, kommt es zu einer Schlägerei, in deren Verlauf einer von Bumpys Männern aus dem Fenster stürzt.
Es ist mal wieder was faul im Staate Harlem, aber zum Glück gibts dafür ja das toughe Private Eye John Shaft, der mit Hilfe einer schwarzen Gang gegen die New Yorker Mafia antritt, um die entführte Tochter eines anderen Gangsters aus deren Klauen zu retten.Auch wenn die Ansage der neu schwarze James Bond zu sein doch etwas übertrieben ist, eine coole Sau ist Shaft allemal, nie um einen flotten Spruch verlegen und hart wie ein Panzer.
Unterstützt durch den oscarprämierten Score entsteht dadurch ein grundsolider Krimi mit dem typischen 70er Flair (Oh Gott diese Frisuren). Allerdings fehlt dem Geschehen ein wenig das spektakuläre, es wird zwar reichlich geballert und gestorben, aber alles ist irgendwie schon mal da gewesen. Zweifelhafte Ermittlungen hat Dirty Harry auch schon ausgeführt und clevere Kombinationen haben wir bei Columbo auch schon gesehen. Ein wenig wird dann noch die Rassismus Karte ausgespielt, aber das wars dann auch schon.
Shaft bietet zwar gute Unterhaltung und einen charismatischen Hauptdarsteller, aber ein wenig mehr an Action und Tempo hätte es auch haben können, das Ergebnis hat schon ein wenig etwas von einem Pilotfilm für die anschließende Serie.
7/10