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Der Privatdetektiv John Shaft soll die entführte Tochter des schwarzen Gangsterboss Bumpy ausfindig machen und befreien. Als er herausfindet, dass die junge Frau von der Mafia entführt wurde, holt Shaft sich Hilfe bei einer militanten Bürgerrechtsbewegung. SHAFT ist der Kultfilm der Blaxploitation Filme. Der Film ist wie auch seine Hauptfigur verdammt cool. Und dazu gibt es den wundervollen Soundtrack von Isaac Hayes, der für den Titelsong einen Oscar erhielt. Die Story ist leider sehr dünn, aber der coole Hauptdarsteller Richard Roundtree überspielt dies sehr gekonnt. Er beherrscht die Leinwand und ist der perfekte Held. Dazu gibt es schöne Aufnahmen des New Yorks der 70er Jahre, was will man mehr? 7/10 Punkten
6
Der Urknall der Blaxploitation und in vielen kleinen Momenten ein Hinweis darauf, wie weit man damals in den USA in puncto Gleichbehandlung bereits war (nicht weit!) und welchen tagtäglichen Diskriminierungen Afroamerikaner ausgesetzt waren. Die funky 1970er Coolness trieft diesem Film aus allen Poren, woran der oscarprämierte Titelsong von Isaac Hayes einen großen Anteil hat. Richard Roundtree als geradliniger No-Nonsense-Detective ist auch ideal besetzt. Warum ich dann keine höhere Bewertung vergebe? Weil SHAFT ähnlich wie z.B. dem ersten DIRTY HARRY oder EIN MANN SIEHT ROT ein legendärer Ruf vorauseilt, dem der eigentliche Film - insbesondere aus heutiger Sicht - nicht mehr ganz gerecht wird. Denn eigentlich macht Shaft gar nicht mal so viel, wenn man mal genauer hinsieht: Er steht oder sitzt meist nur rum, läuft mal durch die Straßen, befragt und verhört Leute - wie zig andere Schnüffler auch.