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Das 'Biopic' (also der Film, der das Leben eines bekannten Mannes/einer bekannten Frau 'nachzeichnet') ist immer beliebt:
Erstens kommt darin immer etwas nicht Alltägliches vor, denn warum sonst sollten die Leute berühmt sein. Man braucht sich also mit dem Inhalt des Drehbuchs nicht allzu sehr abzumühen, das Leben hat es schon geschrieben. Zweitens kann sich der Regisseur bei einer uninspirierten Umsetzung auch immer darauf berufen, dass das alles 'genau so' passiert sei und man sich eben möglichst nah an das Original habe halten wollen.

Ein 'Biopic' kann einen Unbekannten aus dem Nebel des Vergessens zerren, oder einen Bekannten in einem neuen Licht zeigen ('Amadeus').
Diese können für eine Zeitperiode ('Jeanne D'Arc') stehen, für eine Überzeugung ('Robin Hood') oder grandioses Scheitern ('Nixon').

Doch ein Übel gilt es immer zu vermeiden: Der Film ist episodisch. Genau das geschieht mit dem Streifen 'Bulletproof Gangster'. Er schildert die 'Highlights' des Lebens des Mannes Danny Green. Da wird geschlagen, gestochen, erpresst und genötigt. Überhaupt explodieren derart viele Fahrzeuge mit Leuten darin, dass es ein Wunder ist, dass überhaupt noch jemand sein eigenes Fahrzeug benützt hat und nicht einfach zu Fuss gegangen ist (ja, das hätte natürlich viel länger gedauert, aber wenigstens wären die Killer der Mafia dann zu mehr Kreativität gezwungen gewesen).

Aber: Wer war dieser Danny Green? Was wollte er, welche Wünsche hatte er? Das kommt in diesem Film viel zu kurz (ausser irgendeiner überlieferten keltischen Krieger-Mystik).
Was war sein Erbe (nicht sein Geld und Vermögen)?

Ach ja, Val Kilmer durfte auch noch mitspielen und wirkt dabei so gelangweilt, wie der Zuschauer es nach 40 Minuten ist, wenn er feststellt, dass der Film nochmals 1 Stunde und 10 Minuten dauert.

Toll sind die Requisiten. Dafür gibt es 4/10 Punkten.

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