"Omega" nennt sich eine rechtsorientierte Organisation, welche mordend durch die Stadt zieht. Dies bekommt nun auch der ehemalige Vietnamveteran Jack Corbett (Ken Wahl) zu spüren. Seine kleine Tochter Jessie (Nicole Eggert) wird vor seinen Augen entführt. Die Polizei ist dabei völlig machtlos. Ohne das Warum der Entführung zu kennen, sucht Jack bei seinem alten Vietnamkumpel Phil (George DiCenzo) Hilfe. Mit Phil und einem großen Waffenarsenal zieht Jack in den ungleichen Kampf. Dabei kommen sie einer Erpressung auf die Spur, welche Jacks Schwiegervater betrifft. Dieser hat das ihm Befohlene nicht getan, nun soll Jessie dafür sterben. Jack und Karl rennt die Zeit davon. Sie planen einen Frontalangriff auf das Hauptquartier der Omegas.
Ich habe es schon mal in "Der Söldner" thematisiert, Ken Wahl taugt einfach nichts. Etwas älter und mit längerer Matte, kommt er etwas glaubwürdiger daher als im Glickenhaus Film, doch im Endeffekt ist er so blass, wie die restlichen Darsteller. Was Xander Berkeley und Colm Meaney hier verloren haben, bleibt fraglich. Anscheinend herrschte bei den Beiden pure Angebotsnot und man musste nehmen was man kriegen kann. Zu allem Überdruss ist die deutsche Synchro auch noch eine Katastrophe. Schon im O-Ton werden den Charakteren banale und zugleich dämliche Phrasen in den Mund gelegt, aber unsere Synchro macht es noch schlimmer. Ausnahmslos Jeder Mitwirkende liefert eine unterirdische Vorstellung ab.
Zusätzlich haben wir mit Joseph Manduke noch einen unfähigen Regisseur am Start. Zugegeben, sein Budget war sehr knapp bemessen, doch gerade aus den wenigen Actionsequenzen hätte man viel mehr machen können. Die kleinen Keilereien bleiben lasch, die Schusswechsel haben ausser vereinzelt blutigen Einschüssen gar nichts zu bieten, die kleine Autoverfolgungsjagd ist recht passabel geworden, sowie eine recht große Explosion am Anfang. Der Bodycount ist sehr niedrig.
"Omega" ist eine Klischeebande wie sie im Buche steht. Ihr Tuen dient einer neuen Rasse und man geizt nicht mit rechten Phrasen oder Hakenkreuze. Gleich zu Beginn wird ein schwarzes Pärchen gnadenlos über den Haufen geschossen. Es gibt massig Filme mit dieser Thematik, doch so kläglich war das Motiv noch nie. Die Polizisten sind natürlich alles Vollversager und kommen immer zu spät. "Omega Syndrome" wurde bestimmt nicht wegen der Gewalt indiziert (denn davon gibt es herzlich wenig), sondern wegen der rechtsorientierten Ansichten. Auf jeden Fall sieht ein Selbstjustizfilm völlig anders aus.
Dazu wirkt alles noch so herzlos, monton und billig. Die Kulisse hat ausser kargen Bauten gar nichts zu bieten, der Score ist total Panne.
Ich bin normal ein Fan der Sparte Selbstjustiz, doch "Omega Syndrome" ist einfach nur langweilig, unspannend und mit unterdurchschnittlichen Darstellern versehen. Die wenige Action kann kaum Kohlen aus dem Feuer holen, der Plot ist katastrophal, genauso wie die Dialoge.