ANNA AND THE KING hatte wenigstens noch schöne Bilder. Alles andere, was Regisseur Andy Tennant davor und danach ablieferte, ist von "ganz in Ordnung" bis "megastulle" einzustufen. Und so geht's auch bei seinem aktuellen Output THE BOUNTY HUNTER weiter.
Aniston ist Reporterin die einem Mord mit möglicher Cop-Beteiligung auf der Spur ist. Dafür läßt sie ihren eigenen Gerichtstermin - als Angeklagte - sausen, den sie hatte, weil sie nicht artig war. Nun der Herr im Bunde. Butler ist Ex-Cop und nun Kopfgeldjäger und kriegt natürlich promt den Auftrag, sein Schnuckelchen zurückzubringen.
Das findet er ganz knorke, weil er sie natürlich offiziell nicht mehr leiden kann.
Als er sie findet, findet er auch noch böse Buben, die der feschen Reporterin ans schmucke Leder wollen. Das kann Scheffe nicht zulassen, also gibt's ein paar Verfolgungsjagden, wenige zaghafte Schießereien und ein bißchen Rumgerenne. Natürlich alles zwischen megasülzigen und stuntzdummen Dialogen, nein, besser: Liebesgeständnissen.
Alle, die Witze auf Niveau von "Steig nun doch ins Auto, ich fahr nicht weg" und dann isser weg, etwas abgewinnen können, könnten hier unter Umständen richtig sein. Prinzipiell kann mit absoluter Ehrlichkeit gesagt werden, daß alle, wirklich ALLE einigermaßen brauchbaren Szenen, ach was, Szenchen, bereits im Trailer verbraten worden sind. Alles jenseits des Trailers ist dummes Rumgezicke von Seiten Anistons, ein paar mehr oder weniger lässige Sprüche von Butler und die pure Unfähigkeit der beiden, auch nur ein wenig zu harmonieren. Ich schreib das aber eher Rachel Green zu, die jenseits des FRIENDS-Universums absolut gar nichts reißen kann. Diese Frau hat den Charme einer Bockwurst. Einer angebissenen. Einzig die Nebendarsteller bringen ein wenig Farbe ins dröge Trauerspiel. Unter der Führung von dem von mir sehr gemochten Jeff Garlin kaspern die sich ganz anständig durch den filmischen Morast, der vor ihnen liegt. Zusammenfassend: Yuck!
Hauchdünne
2/10