Review

Äußerlich durch eine zunächst schleppend scheinende Erzählweise wirkt SNOWMAN'S LAND etwas sperrig und unzugänglich. Hat man sich aber auf die erfrischend skurrilen Typen und die ebensolche Story mal eingeschossen erwartetet einem eine voll gelungenem schwarzem Humor strotzende Gangsterkomödie mit viel leisen Tönen, aber auch diversen grotesk-übersteigenden Ausbrüchen die gut zusammen arrangiert sind. Im sehr interessanten und verlebten Gesicht von Hauptdarsteller Walter (Jürgen Rißmann) kann man wunderbar minutenlang verweilen und die aufkeimenden Gefühle beobachten. Dies tut der Film auch erfolgreich und schöpft daraus einige seiner Stärken.

Die Story (OHNE SPOILER!) ist frisch und unverbraucht und nie weiß man was als nächstes passiert. Hier nur einige Auszüge ohne etwas zu verraten. Walter (Jürgen Rißmann) ist kriminell und hat wohl zuerst den Falschen erschossen. Er nimmt eine Auszeit und kommt mit seinem Kumpel François (Luc Feit) in die Karpaten. Dort treffen sie auf Mickey und Sybille und ungeahnte Ereignisse und ein schwerwiegender Unfall würfeln die vermeintliche Ruhe erneut durcheinander........................

SNOWMAN'S LAND wirkt in manchen Szenen wie eine deutsche low-budget Version aus Filmen von Tarantino oder den Coen Brüdern mit einem Hauch skandinavischer Filmsprache. Er kommt nicht ganz ohne einige Längen aus und kämpft um die Gunst des Zuschauers wegen einiger relativ statischer Szenen. Es ist kein Meisterwerk, aber als ruhiger und charmanter Auftakt an einem langen Movie-Abend voller surrealer Filmperlen mit flexiblen Film-Freunden eignet er sich auf jeden Fall.

6,5/10 Shoot-Jobs....äh,....Punkten






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