Review


Inhalt:

San Francisco 1976. Mit seinem Kumpel Chin versucht sich Bruce (Bruce Li Shao-Lung) sich mit Gelegenheits-Jobs über Wasser zu halten.
Bruce ist recht impulsiv..., und ein herausragender KungFu-Fighter, Chin ist eher ängstlich, lässt sich vieles bieten und will den jeweiligen Job gerne länger behalten.

Die beiden arbeiten als Tellerwäscher und Kellner in einem chinesischen Restaurant in der Chinatown der Stadt. Und sie geraten in Streit mit einer Gruppe Amerikaner, die sich im Lokal überheblich verhalten und die beiden lassen sich provozieren. Die 3 Männer erhalten von Bruce einen körperlichen Verweis...!

Der Haken an der Sache...: Die 3 sind Lehrer an der Kampfschule des zwielichtigen Mr Grand (Robert Kerver). Dieser mit offenbar mafiösen Kontakten behaftete Grand duldet in der Stadt keinerlei Konkurrenz und schlechte "Werbung"..., also dass seine Lehrer einen Kampf verlieren.
Chin und Bruce verlieren natürlich ihren Job..., und die Männer der Kampfschule sinnen zudem auf Rache...!

Im Hafen finden Chin und Bruce wieder eine Arbeit..., und die sie freunden sich mit der Tochter (Chin Chi-Min) ihres Chefs und deren Cousin Liu Sa-Yu (Carter Wong) an..., der ebenfalls ein starker KungFu-Kämpfer ist...., und die Handlanger von Grand, unter ihnen die diesem direkt unterstellten Charlie (Roy Horan) und Rocky beziehen wieder massive Schläge....!

Bruce beschließt nun, selber eine Schule für chinesisches KungFu zu eröffnen. Er will den Amerikanern zeigen, dass die Chinesen keine Feiglinge sind, und selber über eine hervorragende Kampfkunst verfügen.
Das können Grand, der nunmehr aus New York nach San Francisco zurückgekehrt ist, und seine Männer natürlich absolut nicht dulden!
Doch der schmierige Scherge Grand´s... der chinesische Kollaborateur Wu Chi (Ngai Ping-Ngo) bietet Grand zunächst die Dienste eines äußerst gefährlichen Fighters an... Jin Yong Ji (Hwang Jang Lee)!

Nachdem etliche Schüler Bruce´s zusammengeschlagen werden, muss sich auch dieser Jin Yong Ji nach hartem Kampf beugen..., und wird schwer verletzt.

Bruce kann seine Verletzungen auskurieren..., und entsinnt sich seines alten Meisters.
Äußerst verbissen feilt Bruce nunmehr an seinem Kampf-Stil..., trainiert sein KungFu bis zum Exzess...!
Alles, damit es mit Jin Yong Ji zur brutal geführten Revanche kommt...., und er mit Grand und seiner Schule knallhart abrechnen kann.........


Fazit:

Als Bruce Lee im Jahre 1973 plötzlich und unerwartet verstarb..., war der Hype um ihn und damit um die Filme, die sich der Kampfkunst des KungFu verschrieben hatten auf dem absoluten Höhepunkt..., die Eastern-Welle war mitten im Gang...

Und auf dieser Welle wollte man in Hongkong weiter surfen. Darsteller die dem König des KungFu auch nur im entferntesten ähnlich sahen..., sollten in dessen Rolle schlüpfen und Filmen mit dem Namen Bruce Lee im Titel etwas wie eine gewisse "Authentizität" verleihen. Vor allem aber Geld in die Kasse spülen.

Der Darsteller Ho Chung Dao nannte sich nach dem Ableben Bruce Lee´s nunmehr "Bruce Li"..., und ist wohl neben Huang Kin-Lung ("Bruce Le") und Dragon Lee der bekannteste "Bruce Lee"-Klon in der Geschichte des Eastern-Genres.
Dieser nun vorliegende Vertreter der "Bruceploitation".... "Das Geheimnis der Todeskralle" ("Bruce Lee´s deadly Kung Fu) entstand 3 Jahre nach dem Tod des Königs..., und ist ein sehr einfach strukturierter, mitunter anfangs und mittendrin etwas billig wirkender aber insgesamt unterhaltsamer, mitunter gar spannender und actionreicher Streifen dieser Easterngattung, der sogar einen relativ namhaften Cast vorweisen kann!

Denn neben Bruce Li haben hier noch Roy Horan ("Snuff bottle connection", "Snake in the eagle´s shadow"), und gar Carter Wong ("18 bronzemen") und Genre-Ikone Hwang Jang Lee ("Die Stahlfaust") Rollen inne.

Die Story dieses Eastern hat auf einem Bierdeckel Platz..., "Bruce" verhaut die Amis..., macht eine Schule auf. Das passt einem halbseidenen Konkurrenten nicht, der hetzt seine Leute auf Bruce. Und der räumt dann auf. Fertig.
Das ganze ist denn keine hohe Kunst...., und will ja auch nur auf schmalem Hirn-Level unterhalten..., und das gelingt sogar! Was an den mitunter unfreiwillig lustigen Darstellungen liegt..., und an KungFu-Fights, die mit der Zeit intensiver und auch härter werden, wonach es anfangs gar nicht so sehr aussah....!

Bruce Li versucht erst während des Endkampfs den König zu imitieren..., was dann gar nicht mehr so stört. Bruce Li versucht eigene Akzente zu setzen..., und kann soweit überzeugen, vor allem in einer Trainingssequenz mit vielen kurz nacheinander geschnittenen Übungseinheiten ist dies der Fall. Bruce Li ist aber gar nicht so sehr der Alleinunterhalter für den gestandenen Easternfan hier.
Carter Wong und Hwang Jang Lee erst bringen die Fights in Schwung..., und ein Fight zwischen Carter Wong und Bruce Li bringt denn KungFu-Feinheiten für den Betrachter. Über Hwang Jang Lee´s Kampfkunst etwas zu sagen..., hieße Eulen nach Athen zu tragen. Er kommt erst im letzten Drittel des Films zu seinem Auftritt..., und das bringt denn noch mehr Dynamik in die Sache.
Denn vorab..., also die Amis können eben nicht richtig kämpfen, kriegen die Beine nicht hoch..., so brauchte dieser Streifen dringend richtige Kampfkünstler wie Wong und Lee. Sonst wär der ganze Streifen ein richtiger Flop gewesen. Die Fights steigern sich also mit der Zeit und vor allem durch die richtigen, chinesischen Protagonisten!

Dann geht es noch gegen eine ganze Kampfschule..., und die Amis können Bruce Li nicht richtig was entgegensetzen, auch Robert Kerver nicht..., aber es macht dennoch Laune, wie Bruce Dutzende von "Kämpfern" aufmischt..., und der "Fight" gegen Kerver eher eine Misshandlung ist.

Roy Horan ist fast nur Staffage..., aber als wütend-missgelaunter Unter-Boss der seine Leute anschnauzt sorgt er zusammen mit dem äußerst schmierigen, feigen Arschkriecher Ngai Ping-Ngo für unterhaltsame Szenen, die das ganze bis zum Show-Down hochschaukeln.

"Das Geheimnis der Todeskralle"...., ein leichter, unterhaltsamer Bruceploitation-Eastern mit anfangs ungelenken, später rasant-harten Kämpfen...., teilweise Schmunzeln erregende Szenen/Dialoge...., und unerwartet namhaften Eastern-Darstellern wie Carter Wong und vor allem Hwang Jang Lee.

Das reicht für einen unterhaltsamen Eastern-Sonnabendnachmittag und sehr knappe 6/10 Punkte. 


Details
Ähnliche Filme