Mit den Vorschusslorbeeren als Publikumshit des Fantasy Filmfests zu gelten, hat mir der Film zugewunken, doch skeptisch wie ich nun mal bin war ich nicht wirklich auf nen grossen Kracher aus. Und was soll ich sagen, mein Gefühl hat mich leider nicht betrogen..
Eigentlich fängt der Film noch recht gut an. So wird zu Beginn das Augenmerk auf den Hauptcharakter Robert gelegt. Es wird gezeigt wie er von der Schule aufgrund seiner Methoden gezwungen wird zu pausieren und zudem gekränkt obwohl er eigentlich das Opfer ist. Hier wird schon recht gut Kritik an dem Schulsystem Englands geübt. So hätte man aus diesem Umstand heraus, einen ganz anderen Film machen können, also ein Drama oder einen Horrorfilm welcher in eine andere Richtung geht... doch leider hat man sich dafür entschieden den recht ausgelutschten und abgetrettenen Pfad des Slashers zu gehn. Man darf mich hier nicht falsch verstehen, ich mag Slasher, aber für gute Slasher muss man halt einiges tun... hat man aber leider nicht. Zuvieles wurde hier einfach versaut.
So ist es schonmal ein Problem, dass man zu den anderen Gejagten gar keinen Bezug hat. So bleibt die Spannung aus und es ist egal wer wohl als nächstes draufgeht.
Nächster Kritikpunkt sind dann die Killer selber, welche zwar durchaus bedrohlich wirken können aber es zu selten sind. Auch ihnen fehlt der Background, so sind sie einfach da und es wird weder erklärt wer sie sind, noch warum sie das tun was sie da halt eben machen. Einzig klar ist das die Jungs "Spiderman" Fans sein müssen da sie während des Films des öfteren völlig sinnlos über die Regale klettern um sich an ihre Opfer heran zu schleichen. Zudem kommt die Logik des öfteren wieder mal zu kurz, was ich jetzt nicht so schlimm sehe da dies ja bei den Slashern oft der Fall ist.
Auch bei den Gore-Einlagen hat man mehr oder weniger versagt. So wird viel zu oft weggeblendet wenns zur Sache geht. So darf man nur die gut gemachten Leichen bewundern, die dabei herauskommen.
Fazit:
Hätte man den Film nach den ersten 15-20 Minuten eine andere Richtung gegeben, wäre es durchaus moglich gewesen einen anständigen Film zu schaffen. So jedoch kommt leider nur ein recht spannungsarmer Slasher daher, welcher im Vergleich zu einigen anderen Konkurenten dieses Subgenres klar den Kürzeren zieht. 3,5 Punkte springen dann gerade noch so raus.