Review

Erstmal eines vorweg:
Ich bin ein wahnsinnig großer Splatterfan. Wenn Blut fontänenartig aus der Halsschlagader spritzt, Augäpfel ausgezuzelt werden oder Kannibalen ihre eigenen Gedärme fressen, dann geht's mir gut.
Besonders deutsche Splatterfilme stehen bei mir zur Zeit hoch im Kurs und alle Ittenbachs, Buttgereits und sogar einige Roses und Tauberts haben einen immerwährenden Platz in meinem Herzen gefunden.
Außerdem kann ich sogar den übelsten Billigproduktionen, egal wie lächerlich und dämlich sie allen anderen erscheinen mögen, meistens doch immer noch was abgewinnen.

Aber ..... ABER!!!!!! DAS KOMABRUTALE DUELL, welches für alles eben aufgezählte (Splatter, deutsch, billig) berühmt berüchtigt ist, find ich schlicht und ergreifend nur KOMABRUTAL SCHEIßE!!!

Ich will mich jetzt gar nicht groß und breit über die ultramiesen Darsteller, die grenzdebilen Charaktere, die unterirdischschlechten Dialoge und die völlig bescheuerte und unverständliche Story auslassen. Sowas wird den meisten aus zahlreichen anderen semiprofessionellen Splatterfilmen bekannt sein.

Das einzige, was ich mir mit dem KOMABRUTALEN DUELL versprach, war ein Schlachtfest, wie ich es noch nicht gesehn hatte.
Aber leider wurde ich gnadenlos enttäuscht.

Ok, ich gebe zu, es wird in der Tat sehr viel und in allen möglichen Varianten gemordet. Es wird geschlitzt, geballert, gesägt, bei jedem Schlag auf dem Kopf spritzt hektoliterweise Blut (keine Übertreibung!). Die dargestellte Gewalt ist sehr drastisch, brutal und pervers (es gibt sogar eine Szene, in der zwei Föten aus dem Bauch einer Schwangeren geschnitten und dann auf dem Boden zertrampelt werden) .......

.... Allerdings ist die Machart dieser Splatter-Effekte einfach unter aller Sau.
Ständig wird überdeutlich in Schaufensterpuppen oder in Pappmaschee herumgestochert, bei den zahlreichen Amputationsszenen wird die Hand schnell mal sichtbar im Pulloverärmel versteckt, man erkennt auf den ersten Blick, dass die zertrampelten Föten nur Puppen sind und das Kunstblut, das hier in unvorstellbaren Mengen zum Einsatz kommt, sieht aus wie Wasser und ist viel zu braun.
Im Vergleich zu anderen Goregranaten befinden sich die "Effekte" nicht einmal auf VIOLENT SHIT-Niveau, von Ittenbach ganz zu schweigen.

Nun gut. Dies wäre alles nur halb so wild, wenn dazu jetzt der nötigen (unfreiwilligen) Humor kommen würde, der schon fast zur Grundausstattung in diesem Genre gehören scheint ....... tut er aber leider auch nicht. Das affige, zutiefst lächerliche Rumgemetzel wird leider völlig ohne Spaß und Augenzwinkern abzelebriert.
Und das obwohl man hier ansatzweise durchaus versucht hat einige Gags unterzubringen: die Charaktere stecken hier Enthauptungen, Kopfschüsse und Kehlenschnitte einfach mit links weg ohne zu sterben. Klaffende Wunden werden, genau wie lose Arme und Köpfe, einfach wieder angetackert. Bevor hier also jemand devinitiv den Löffel abgibt, wird ordentlich Mus aus ihm gemacht.
Leider überzeugt der Humor genau so wenig wie der Gore, da er genau wie der Gore furchtbar aufgesetzt und erzwungen wirkt und auf absolut nervige Weise schlecht ist.

Tja, was bleibt uns nun neben uninspiriertem Billig-Splatter, einer lausigen Handlung ohne Logik, Drecksakteuren und kaum Witz ? ........ - Genau: NIX!!! Brutalste Langeweile und der Ärger sich diesen Schund aufgeschwatzt haben zu lassen!
Als Partyfilm ist DAS KOMABRUTALE DUELL nur geeignet, wenn man seine Gäste entweder vergraulen oder müde machen will und auch "Schönsaufen" klappt hier 100pro nicht!


Mein Fazit daher:
DAS KOMABRUTALE DUELL hat den Ruf überdimensionalen Splatterspaß zu bieten. Jeder Gorehound aber, der mit BRAINDEAD, EVIL DEAD oder Ittenbachschen Effekten verwöhnt ist, wird garantiert keinen Spaß an diesem übelstbilligen Homemade-Splatter haben.
Da ist man tausendmal besser bedient, wenn man sich zum zigsten Mal PREMUTOS reinzieht!
Wegen seines exzessiven Umgangs mit dem roten Farbstoffs bekommt er aber von mir trotz aller Mängel nicht nur 1/10 Punkte.

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