Review

Oje, was hat sich Heiko Fipper da nur geleistet. Dieser Film ist so gnadenlos schlecht und hundsmiserabel, dass er schon wieder lustig ist. Eigentlich hat man in allen anderen Reviews schon das Notwendigste gelesen, und ich betone es hier nochmal: Splatter, soweit das Auge reicht! Allerdings sind die Effekte so dermaßen dilletantisch, dass nicht so richtige Metzelsplatterfreude aufkommt wie etwa bei ,,Braindead". Die Gewalt ist zwar vorhanden (und zwar reichlich), aber die Effekte dafür sind einfach zu schlecht, als dass das ganze dann auch realistisch wirkt und ebenso aussieht. Das ist wirklich sehr schade. Aber okay, ,,Das komabrutale Duell" ist ja auch ein Amateurfilm, und die Macher des Films hatten daher kaum Möglichkeiten, den Streifen ausreichend mit guten Splattereffekten zu versorgen. Vielleicht ist es auch die mangelnde Kompetenz der Effektgestalter, aber viel Geld ist bei einem solchen Projekt sowieso nur selten vorhanden. Das können wir den Machern des Films und letzterem zu Gute schreiben, das man sich zumindest Mühe gegeben hat.
Weniger Mühe hat man sich allerdings in Sachen Story und Kulissen gegeben. Die Handlung ist nur schnell hingeklatscht, um eine Pseudostory zu haben, bei der man massig sinnlose Gewalt zeigen kann. Insofern wirken die Gewalteffekte also schon mal sehr selbstzweckhaft und würden einer Beschlagnahme gerecht werden. Allerdings sind hierfür die Effekte meiner Meinung nach zu schlecht, so dass es lächerlich wirken würde, wenn ,,Das komabrutale Duell" auf der 131er-Liste zu finden wäre. Der einzigste Amateurfilm, den ich kenne, der hierzulande verboten ist, ist Olaf Ittenbachs ,,The Burning Moon", dessen Splattereffekte aber sehr realistisch sind.
Als Kulisse dient während des ganzen Films eigentlich nur verschiedene Wiesen, auf denen sich immer mal wieder Feinde des gegnerischen Clans begegnen und sich sofort auf menschenverachtendste Weise hinrichten, das muss man echt gesehen haben, was für eine Gewaltbereitschaft in diesem Film herrscht. So ähnlich stellt man sich die Gedanken und die Seele des kränkesten Psychokillers vor. Unschuldige Menschen, die einfach nur dortstehen, werden sofort blutigst verstümmelt ohne weiteren Grund.
Ab und zu spielt der Film dann in irgendwelchen Kellern, in denen sich die drei Hauptdarsteller gegenseitig die Köpfe zerteilen, um dem anderen ein Teil ihres gehirns zu schenken. Anschließend werden ihre Kopfhälften dann wieder mit einer Heißklebepistole zusammengeklebt und sie sind wieder topfit. Hier schaltet jede Logik aus und der Film nimmt somit Kurs auf die unendliche Weite des Trashs. Und diesen bekommt man hier auch geboten, doch man muss schon sehr gnädig sein, um Gefallen daran zu finden (wie ich).
Okay, das wars im Wesentlichen, einige andere Aspekte findet man zuhauf in den restlichen Reviews.

Fazit: Ultratrash, der nur die ganz hartgesottenen Trashfans unterhält und Gorehounds werden geteilter Meinung sein; der eine freut sich über die Splatterquantität, der andere kann sich nicht daran erfreuen, da die Effekte zu schlecht sind. Moralaposteln werden vor der sinnlosen hier gezeigten Gewalt sofort in Ohnmacht fallen und nie wieder aufwachen.

7/10 Punkte

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