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Die Exkursionen in sagenumwobene Pyramiden bieten neben kleinen Fallen so langsam keine Innovationen mehr, - da müssen schon härtere Geschütze aufgefahren werden, um Ägyptens Wahrzeichen einigermaßen spektakulär ins Licht zu rücken. 18 Millionen soll der vorliegende Streifen gekostet haben, wahrscheinlich Ägyptische Pfund, denn nach mehr sieht die billige Studiokulisse wahrlich nicht aus.

Ein Wissenschaftsteam um Prof. Masterton (John Rhys-Davies) erwartet bei der Begehung einer Pyramide Anzeichen der Osiris zu finden, welche vor rund 5000 Jahren auf der Erde gelandet sein sollen und von einem Pharao eingekerkert wurden. Nun gleicht sich die Sternenkonstellation erneut, doch je tiefer das Team in die Katakomben eindringt, um so tödlicher werden die lauernden Gefahren...

Es ist grundlegend ein schlechtes Zeichen, wenn es noch während der Produktion zu Streitigkeiten kommt und der Streifen erst sechs Jahre nach Fertigstellung auf dem Markt erscheint. Einige Effekte wurden nachträglich eingefügt, der Score neu arrangiert und Teile des Materials neu geschnitten, was zumindest das fahrige erste Drittel erklärt, in welchem nicht eine relevante Figur vernünftig eingeführt wird.

Nach einigem Hin - und Her, etwas zuviel Gelaber um nichts und der eindeutigen Katalogisierung zwischen Gut und Böse geht es endlich hinab in die Dunkelheit, was in manchen Szenen leider wörtlich zu nehmen ist, da die Ausleuchtung häufig unzureichend ist.
Zwar können ansatzweise kleine Fallen wie beschützende Hornissen und eine herunter stürzende Steinmauer minimal unterhalten, doch die reihum Dezimierung verläuft reichlich vorhersehbar und kaum spannend, wobei früh klar wird, wer von der Truppe die wirklich düsteren Ziele verfolgt und bereits einige Leichen im Keller hat.

Phasenweise wirkt das Ganze wie ein schlicht arrangiertes Bühnenstück, bei dem die billigen und spärlich gesäten Requisiten allesamt nach Plastik aussehen und die Sets nicht den Hauch an Authentizität versprühen. Hinzu gesellen sich die durchweg hölzernen Performances, denn selbst Rhys-Davies spult relativ unmotiviert sein grimmiges Minenspiel ab.
Auch der Score ist allenfalls zweckdienlich, von ausgeklügelten Kameraperspektiven oder gar cleveren Szenenübergängen darf erst gar nicht ausgegangen werden.

Das spärliche Stück Film unterhält demnach zu keiner Zeit wirklich, der Plot wirkt unausgereift und wird unkreativ vorgetragen, während sich nur äußerst selten spannende Momente ergeben und die Andeutung eines Monsters als Grabwächter geradezu lächerlich ausfällt.
Das Endprodukt sieht altbacken und lieblos heruntergekurbelt aus, weist keinerlei Schauwerte auf und kann direkt und ohne Umschweife in den Katakomben diverser Videotheken eingemottet werden.
2,5 von 10

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