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Bruder Martin, ein Erzieher in einem HK-Waisenhaus, ermöglichte unseren Hauptdarstellern einst, als sie noch jung waren, eine gute Ausbildung. Und so wurde aus ihnen unter anderem ein Anwalt, ein Regisseur, eine Psychologin und wie soll es anders nicht sein auch das obligatorische schwarze Schaf, nämlich ein Gangster (Anthony Wong --> wer sonst) mit guten Verbindungen zu seinen Kreisen. Da es irgendwann jeden Mal erwischt kann unsereins sich leicht damit abfinden das Bruder Martin eines Tages stirbt. Schlimm dabei ist das dies während des Aufbaus einer Mission, zur Rettung von afrikanischen Kindern, in Somalia passiert. Zeit also sich erkenntlich zu zeigen und so machen sich unsere Robin Hoods daran die benötigten 30 Millionen Dollar aufzutreiben, wenn auch nicht immer auf die Legale Art und Weise. Das ihnen ihre Fähigkeiten natürlich von Nutzen sein werden ist ihnen so Klar wie Maggi's Brühe und bestätigt sich dann auch. Übrigens Anthony Wong's Charakter hört im Film auf den treffenden Namen "Chiller".


Hört sich ziemlich skurril an und doch bietet dieser Aufhänger von einer Story Gründe genug um unsere agierenden Darsteller in allerlei Auseinandersetzungen zu schicken. Somit gibt es von allem etwas, will sagen es fehlen keine Verfolgungsjagden, es gibt funktionierende Gag's (vor allem im Showdown) und blutige Shootout's bzw. Martial Art-Fight's zu begutachten, zwar alles wohldosiert aber doch schnittig in Szene gesetzt. Allein schon die Idee den Regisseur im Film einen Film drehen zu lassen, um so ein paar Gangster zu verarschen, ist genialer als man im ersten Moment denkt. Die Darsteller laufen allesamt spätesten beim Showdown zu absoluter Höchstform auf und besonders Francis Ng muss an seinem Charakter dermaßen gefallen gefunden haben, denn in der Schlussphase wird er fast zum Alleinunterhalter und kann etliche Lacher auf seinem Konto verbuchen. Aber mal im Ernst seinen FACEFASCHING müsst ihr mal gesehen haben, absolut einmalig. Auch sonst ist der Film nicht als Low-Budget-Produktion zu erkennen, denn die Umsetzung ist besser als bei manchem Big-Budget-Blockbuster und das obwohl keine Wohnblöcke oder ähnliches in die Luft gesprengt wurden.
Als Vergleich könnte Beast Cops genannt werden, genauso kranke Figuren in einer ziemlich trivialen Geschichte und doch absolut unterhaltsam.

Indieproduktion!!??

"The Group" ist eine und für HK-Verhältnisse ist sie auch noch ausgesprochen gelungen und deshalb zu empfehlen!

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