Autor und Regisseur J.R. McGarrity ist augenscheinlich kein junger Knabe mehr und sein Auftritt als bösartiger Medizinmann unterstreicht diesen Eindruck im Verlauf.
Dass man in so einem fortgeschrittenen Alter verschrobene Ideen haben kann, ist weit weniger verwunderlich, als die überaus altmodische Umsetzung, welche fast schon aus den Archiven der Achtziger stammen könnte.
Im Zentrum der Geschichte, welche komplett im Wald spielt, stehen drei Figuren: Ein Gauner, der den Nebenbuhler mitsamt seiner Frau umbringen lassen will und ein Killer, der jene Morde ausführen soll.
Doch während sich der Killer als Archäologe und Wissenschaftler entpuppt und mit der Frau einen perfiden Plan schmiedet, um wiederum den Gauner aus dem Weg zu räumen, erwachen in jener Nacht eine Reihe bösartiger Kreaturen, die den drei Leuten an den Kragen wollen…
Leider werden den Figuren keine Namen verliehen, so dass die inhaltliche Umschreibung ein wenig kompliziert anmutet. Doch im Grunde fliehen Frau und Wissenschaftler gemeinsam, während sich der Gauner einigen schrägen Gestalten zur Auseinandersetzung stellt.
Bei denen fühlt man sich stark an Charles Band und seine handgemachten Kreaturen erinnert, denn ein gewisses Unvermögen schwingt grundlegend bei jeder Kreatur mit.
Entsprechend sind Trash-Freunde gefragt, wenn Zwergkannibalen in einer Höhle auftauchen, Feuerhunde während der kurzen Flucht mit dem Auto an der Windschutzscheibe vorbeifliegen und der rote Mann mit seinen Hörnern plötzlich auf dem Rücksitz erscheint.
Besonders originell ist der Whaxiquotil, der aus den Büschen Babygeschrei absondert und wie ein überdimensionales Kaninchen aussieht, aber auch die Idee des Siats, der zwecks Provokation Sätze nachplappert, vermag zu erheitern.
Ohnehin, hier wird der Spaßfaktor groß geschrieben, denn auf CGI wird fast komplett verzichtet, da die Monsterwesen von Laien unter Kostümen verkörpert werden.
Besonders zu Beginn punktet ferner einige Situationskomik, welche entgegen der Klischees der Figuren ausgelegt ist, nur leider werden einige Floskeln etwas überstrapaziert.
Mehrfach fällt der Satz „Wir sollten jetzt flugs abhauen“ und auch der olle Medizinmann prägt sich mit seinem „Hol´ mir einen Stock“ nachhaltig ins Gedächtnis ein.
Die wenigen Gewalteinlagen bleiben hingegen kaum haften, denn bis auf einen heraushängenden Augapfel sind keinerlei Bluteffekte auszumachen, da brutale Handlungen stets aus verdeckten Perspektiven eingefangen werden.
Vielleicht wäre das Treiben mit einigen Figuren mehr und etwas weniger Dialoglast im Mittelteil unterhaltsamer ausgefallen, denn mit einer leichten Straffung böte das ideales Material für einen Kurzfilm.
Da der Streifen jedoch weniger auf Spannung denn auf seine bizarren Einlagen setzt, sind vor allem Trash-Freunde gefragt, die auf altmodische Monsterfilme und billige Effekte stehen, was vor allem in leicht alkoholisierter Runde unter Gleichgesinnten von Vorteil wäre.
Eingefleischte Horrorfans mit Hang zu brutalen Einlagen oder gar blutrünstigen Zombies sind hier hingegen eher fehl am Platz und sollten dem Streifen mit geringen Erwartungen gegenüber treten.
5,5 von 10