Review

Eine junge Frau (Kaoru Yoshikawa) gerät auf der Suche nach ihrem verschollenen Bruder in ein abgelegenes Dorf. Hier scheint man eine Art naturreligiöses Verhältnis zu Vogelscheuchen zu hegen, die, hier orientiert sich der Film an japanischer Mythologie, für Geister von Verstorbenen stehen. Um es nur einmal oberflächlich auszudrücken.
In diesen Film hatte ich tatsächlich ein paar Erwartungen gesetzt. Wieder nichts. Manga- und Drehbuchautor JYUNJI ITO, der mit UZUMAKI den mit Sicherheit exotischsten und vielleicht besten Beitrag zum neuen Japan-Horrorfilm geschrieben hat, zeichnete davor bereits für die aufgrund ihrer Beliebig völlig überschätzten TOMIE-Filme verantwortlich. KAKASHI ist leider ähnlich banal geraten. Ein paar wenige stimmige Bilder, die sogar an die paganistische Ikongraphie des legendären WICKER MAN, des wohl besten britischen Horrorfilms, erinnern können, entschädigen den Zuschauer nicht für sechsundachtzig arg saft- und kraftlose Minuten, in denen ein Mädchen in geöffnete Türen hereinschaut und dann zur nächsten geht. Zwischendurch lamentieren die Chargen belangloses Zeug, was vor allem in der deutschen Fassung zum miesesten gehört, was der Synchrondilettantismus der letzten Jahre verbrochen hat. Frauen klingen wie angetrunkene Pornodarstellerinnen auf Valium und die Herren gemahnen an Pensionäre, die kacken, sterben oder beim Kacken sterben. Schade um die versemmelte Chance.

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