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Kaoru sucht ihren verschwundenen Bruder Tsuyoshi. In seiner Wohnung findet sie einen Hinweis, das er mit seiner Freundin Izumi nach Kozukata-machi gefahren ist, welches eine kleine Stadt in den Bergen ist. Dort angekommen bleibt ihr Auto erst einmal in einem Tunnel liegen. Als sie zu Fuß weiter geht stößt sie schnell auf Ablehnung der Dorfbewohner und es kommt ihr alles ziemlich Merkwürdig vor. Auf dem Weg zu dem Haus von Izumis Familie begegnet sie dann einer alten Frau, die einen Kinderwagen mit einer kleinen, vogelscheuchenartigen Strohpuppe vor sich her schiebt, und auch sonst scheint jeder Dorfbewohner irgendwelche Vogelscheuchen zu basteln.
Schließlich landet sie endlich bei Izumis Familie, muß aber leider Feststellen, das ihr Bruder nicht da ist und auch Izumi weg zu sein scheint. Auf Nachfrage erfährt sie, dass die Vogelscheuchen für ein besonderes Fest sind, welches am nächsten Tag gehalten werden soll. Vorerst darf sie bei Izumis Familie übernachten, bis ihr Auto repariert ist, allerdings wird ihr geraten, am nächsten Tag auch wirklich das Dorf zu verlassen. Doch Kaoru gibt nicht auf. Je weiter sich Kaoru auf die Suche nach ihrem Bruder macht, um so näher kommt sie auch dem dunklem Geheimniss, dass das Dorf birgt.
Kakashi ist ein kleiner aber feiner Gruselstreifen aus Japan, der, wie nur wenige Filme, sich gänzlich dem Thema Vogelscheuchen widmet. Anders allerdings als in vielen Anderen Streifen wird hier ein bißchen die Übersinnliche Komponente mit eingeführt wenn klar wird, wie und warum die Vogelscheuchen zum Leben erwachen. Schade, das hier nicht konsequent weitergemacht wurde, denn vieles bleibt auch einfach offen und wird nicht beantwortet.
Ein weiteres Plus ist die Hauptdarstellerin, denn die ist eine wahre Augenweide und schafft es auch, ihre Rolle gut rüber zu bringen.
Leider ist der Film insgesamt aber nicht so gruselig geworden, wie er hätte sein können. Zwar erschreckt man sich zwei bis drei mal, die wahre Gänsehaut bleibt aber außen vor, welches den Charakter eines unausgegorenen Produkts leider etwas verschäft. Trotzdem hat der Film einen gewissen Charme, den er bis zum Schluß beibehält.
Da die RC 3 DVD im Moment die einzige Alternative ist, muß man auf sie zurück greifen, trotzdem sei vor dem Bild gewarnt, dass vor allem in den dunklen Szenen Nachzieheffekte aufweist.
Fazit: Immer noch über dem Durchschnitt und auf jeden Fall sehenswert.

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