Review

Jennifer (Irene Holzfurtner) ist im Umzugsstress, doch ein Postbote und Nachbarn, die sich verabschieden wollen, gehen ihr auf den Geist. Zudem
erhält sie einen Umschlag mit Bildern, die ihren Mann beim Seitensprung zeigen. Zur Entspannung nimmt sie ein Bad und schläft ein. Als sie erwacht ist die Wohnung mit Leichenteilen bedeckt…

Schon mehrfach hatte Olaf Ittenbach („Legion of the Dead“2000, „Chain Reaction“ 2005) angekündigt keinen eigenen Film mehr zu drehen, zudem er mittlerweile für die Special Effects bei internationalen Produktionen eines Uwe Boll, wie „BloodRayne“ (2005) oder „Seed“ (2007) verantwortlich ist. 3 Jahre nach „Dard Divorce“ wird der ungekrönte König des deutschen Splatterfilms
zur Freude seiner Fans wieder wortbrüchig und präsentiert eine verstörende Tour de Force durch verschiedene „Level“ des Grauens, die allerdings unter einem vergleichbar geringen Budget und einem dünnen Drehbuch leidet. Über weite Strecken wirkt Jennifers Reise durch eine bizarre Folterwelt wie eine etwas unmotivierte Aneinanderreihung von Gräueltaten. Dabei schonen die starken Farbfilter in den einzelnen Szenarien, wie manch schneller Schnitt die Nerven der Zuschauer – und ihre Verdauung, falls sie nicht der Fangemeinde angehören. Denn die Tricks sind wieder durch die Reihe gelungen, was nicht anders zu erwarten ist bei einem Regisseur, der schon als Schuljunge mit viel knapperen Mitteln überzeugende Splattereffekte geschaffen hat.

Der Horrorfreund entdeckt gewisse Anleihen bei „Saw“, „Nightmare on Elm Street“ und den „Hellraiser“-Filmen, zudem in einer Szene auch ein Pinhead-ähnliches Monster auftaucht. Kurz vor Schluss ist dann noch Tomothy Balme als Obduktionsarzt zu sehen, einst der Hauptdarsteller in Peter Jacksons „Braindead“.
Man wünscht Olaf Ittenbach für die Zukunft generösere Geldgeber und bessere Drehbücher, auch wenn der Schlusstwist hier durchaus originell ist. (6/10)

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