Alle Kurzkommentare


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Auch wenn Ittenbach hierfür einen Timothy Balme (BRAINDEAD) nach Deutschland ködern kann, so ändert das nichts daran, dass beim bayerischen Indie-Urgestein schon lange keine Weiterentwickelung mehr feststellbar ist. NO REASON ist eher ein großer Rückschritt: Der konfuse und schauspielerisch überwiegend miserable Film spielt sich zum großen Teil in muffigen Mietwohnungen, Treppenhäusern und Kellern ab. Während die wenigen Szenen im Himmel absolut amateurhaft aussehen, zitiert sich Itty bei den Schnetzel-Exzessen in der Hölle nur noch selbst. SM-Gestalten in Lederfummeln und extreme Folter mit Belehrungen: Gerne würde der Olaf wohl so etwas wie HELLRAISER oder SAW auf die Beine stellen. Stattdessen ist eine sinnfreie Gore-FX-Parade rausgekommen - mit einem Billig-Cthulhu (???) und einem Billig-Gollum.

5

No Reason ist meiner Meinung nach abgesehen von Dard Divorce Ittenbachs schlechtester Film. Die Story ist zwar interessant, die Schauspieler und die Dialoge sind aber eher mies. Das würde nicht weiter Stören, wenn sich der Film nicht so verdammt ernst nehmen würde. Optisch merkt man sofort, dass das Budget klein gewesen ist. Spannung existiert nicht und Atmosphäre kommt ebenfalls keine auf. Splatterszenen wurden zum Glück absolut selbstzweckhaft bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit eingeschoben. Diese sind wie immer gut gemacht und ziemlich brutal, wirken aber keinesfalls schockierend.  Ziemlicher Schund den Ittenbach hier abgeliefert hat aber dennoch unterhaltsam und für Fans sowieso absolut sehenswert.

2

Olaf Ittenbach kann wunderbar ecklige Effekte herbeizaubern, aber leider auch nicht mehr. Die Handlung und Darsteller, die Regie, was soll ich sagen es ist alles semiprofessionell und das obwohl der gute Ittenbach schon seit zwanzig Jahren dreht. No Reason ist eine Abkupferung von bekannten Motiven aus Saw und ähnlichen Filmen, wobei das "Niveau" dieser Streifen nie erreicht wird. Der Film ist ein blutiger Brei ohne Hand und Fuss.

2

Mein erster Ittenbach-Film. Hatte ich mir jetzt mehr von erhofft. In dem Film geht es darum wie eine nackte Frau die ganze Zeit durch seltsame und blutige Lack und Leder bzw. S/M Welten wandert, während dabei Menschen abgeschlachtet werden. Das soll dann irgendwie den Weg durch ihre Psyche darstellen, weil sie gereinigt werden muss. ( der die Prozedur vornimmt, sieht aus wie Mr. Leder Octopus.)  Auf dem Weg durch ihre Psyche fließt dann ordentlich Blut, Körperteile werden abgeschnitten, Leute kreischen usw. und alles immer in sonem S/M Flair. Dazu paßt es dann auch, das die Hauptdarstellerin überwiegend nackt zu sehen ist, blutverschmiert und teilweise zwischen Leichenteilen sich räkelnd. Als Pluspunkt muss man allerdings zugute halten, das die Gore-Leichenverstümmel-Szenen nicht schlecht sind, der Film enthällt auch ausreichend davon. Fazit: Wer auf S/M Trash steht, wird hier bestens bedient. War mir dann doch zu S/M lastig.

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