Alle Kurzkommentare


5

Das Produktionsdesign hat mir in diesem kleinen Zombiefilmchen gut gefallen: Budgetbedingung darf man keine epischen Kulissen erwarten, doch durch stylische Ausleuchtung mit jeder Menge Nebel werden die Seitenstraßen und Fabrikgebäude in eine optisch ansprechende Dystopie verwandelt. Und der gesamte Film spielt bei Nacht! Die cyberpunkigen Outfits stehen besonders dem weiblichen Cast gut und die Kamera findet comichafte Bildkompositionen. Leider ist das Erzähltempo insgesamt eher schleppend und selbst die Actionszenen lassen jegliche Dynamik vermissen. Ein paar kleinere Gore-Effekte sind vorhanden, aber bei weitem nicht genug! Besonders enttäuschend sind jedoch die schlecht choreografierten Prügeleien, umso frustrierender, wenn man bedenkt, dass hier einige Profi-Wrestlerinnen mitspielen. Eine unglaubliche Potenzialverschwendung! Hätte mir einen Kampf wie in The Ninja Dragon (1990) gewünscht. 

5

Der fast ausschließlich bei Nacht spielende SciFi-Schnellschuss ist nicht das sexy, grelle und blutige Feuerwerk geworden, wie man es Jahre später im Zuge der japanischen Funsplatter-Welle regelmäßig aufgetischt bekam. Stellenweise ist der Film sogar richtig dröge, auch wenn zunehmend aus allen Rohren geballert wird. Zombiemasken und -geschmadder liegen jedoch im unteren Durchschnitt. Auch Wrestlingstar Cutie Suzuki kann im Cyber-Domina-Outfit nicht das Steuer rumreißen. Alles ist ungeordnet, im Dunkeln und irgendwie nur halbherzig inszeniert. Schade, denn eine Superagetin im von Zombies überrannten, abgeschotteten nächtlichen Tokio hätte die Grundlage für einen richtig guten Streifen sein können. Manga- und Anime-Freunde werden sich vielleicht an ein paar Dingen delektieren können, Zombie-Fans wohl eher weniger.

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