Review


Inhalt:

San Francisco, der 21.07.1973. Der afroamerikanische KungFu-Fighter Ron van Clief (Ron van Clief in person), wird von dem ominösen Mr. Yen beauftragt, den Tod von Bruce Lee, dem größten aller Eastern-Stars, zu untersuchen.
Ron erhält die Summe von 100.000 US-$, um in dieser Angelegenheit in Hongkong zu ermitteln.

In der damals britischen Kronkolonie steht ihm ein anderer KungFu-Kämpfer, der europide Charly Woodcock (Charles Bonnet), genannt "Li Bao", zur Seite. Dessen Antiquitäten-Laden ist nur der vorgelagerte Eingangsbereich zu seiner KungFu-Schule.

Die beiden Männer stoßen bei ihren Ermittlungen auf Mauern des Schweigens und der Angst.

Die Schüler der Schule von Bruce Lee in Hongkong, Xiao Hu (Jason Pai Piao) und seine beiden Kameraden (Lee Tin-Ying, Charlie Chan) sowie eine Mitschülerin (Yuen Qiu), stellen ebenfalls Ermittlungen an. Sie wollen das Geheimnis um den Tod Bruce Lee´s lüften, angetrieben von ihrem Sifu (Chan Lau).

Eine Drogen-Bande um deren Big Boss (Lau Hok-Nin) passt das alles überhaupt nicht.
Sie haben anscheinend etwas mit dem Tod Bruce Lee´s zu tun. Es kommt immer wieder zu etlichen Kämpfen, und schließlich auch zu Toten, darunter auch "Li Bao".
Als dieser zu Tode kommt, bündeln Ron und Xiao Hu ihre Kräfte, endlich.

Es kommt zum Show-Down gegen die Verbrecher, und zum Duell zwischen Ron van Clief und einem überraschenden End-Gegner.


Kritik:

Im Jahre 1975 entstand dieser insgesamt recht ordentliche, routinierte KungFu-Actioner unter der Regie von "Tony" Lou Chun-Ku, für die Studios von "Yangtze Production Ltd." in Hongkong, sowie "Serafilm Karalexis", einem offenbar internationalen Label.

Die Storyline ist einfach, und schleppt sich gar zur Mitte denn so hin. Und die Darsteller*Innen wirken teils unmotiviert, wenig dynamisch, und dafür steif im Spiel.
Doch eine 7ties-Atmosphäre mit einem gewissen Charme, dass die Story nach gut einer Stunde gar nicht mehr wichtig ist, und nur noch gefightet wird, alles noch einigermaßen schlüssig in einen kernigen Endfight mündet, reißt die Sache denn noch so gerade eben raus.

Die Darsteller*Innen sind eben eher Kampfkünstler*Innen, und die Fightdichte nimmt so wie die Dynamik in der KungFu-Action in diesem Film immer mehr zu.
Das haut "The Death of Bruce Lee" ("Bruce Lee - Der Geheimnisvolle Tod") noch aus fast allen Schwulitäten. Okay, Haken dran, sagt sich am Ende der eingefleischte Eastern-Fan.

Ron van Clief ist hier der Held, mal ein afroamerikanischer Fighter als Haupt-Figur hier, selten in einem Eastern. Er spielt cool-lässig, fast immer gut gekleidet und auf sein Aussehen bedacht, dafür mit wenig Mimik und darstellerisch eher begrenzt talentiert. Was soll´s, es geht um die KungFu-Action.
An seiner Seite Charles Bonnet, ein europider Darsteller, Engländer oder Franzose? Egal, auch er ist eher ein Kampfkünstler, und auch eher mimisch limitiert. Egal, es geht um die..., na Sie wissen schon.

Jason Pai Piao ist der Lokalmatador hier, und auch er spult seine Rolle runter. Er hat noch am ehesten Charisma, fightet hier den besten Stil, und überzeugt den Eastern-Fan noch am meisten, vor allem mit seinen KungFu-Skills.
Chan Lau als Sifu und Charlie Chan sind zurückhaltend im Spiel, Eastern-Knautschgesicht Addy Sung soll als unterbelichteter Assistent von Charles Bonnets Figur für etwas faden Witz sorgen, die schöne Yuen Qiu agiert eher wortkarg. Dafür fightet sie tapfer mit, und ist hier auf dem Zenit ihrer Attraktivität, tolles Haar, eine Haut wie Sahne, und ihr anziehend-interessantes Konterfei. Ich würde sie nur dann von der Bettkante schubsen, wenn ich mit Catherine Vogel liiert wäre.
Darstellerisch interessant agiert hier der Villain, Lau Hok-Nin, der den Gangster-Boss cool lächelnd, lax-trocken und krank-zynisch verkörpert.

Solide choreographierte und härter werdende KungFu-Fights, sind einmal mehr das Wichtigste. Die magere Story, die sich um den geheimnisvollen Tod Bruce Lee´s rankt, wird durch etliche KungFu-Fights zusammen gehalten, und die Story-Episoden (ein Ermittler-Duo und eine Gruppe Schüler ermitteln im Umfeld des großen Idols zunächst unabhängig voneinander, und dies mitunter zäh und schleppend) durch die Kämpfe miteinander irgendwie verbunden.

Nach einer guten Stunde ist die Story eh vergessen, und die KungFu-Fightaction führt den Streifen die restliche knappe halbe Stunde lang, dann ins Ziel.

Ein Eastern eher "für Zwischendurch", soweit solide und actiongeladene Unterhaltung für den eingefleischten KungFu-Filmfan, der danach rasch den Haken dran setzt.

Knappe 6 von 10 Punkte kann man da noch vergeben.

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