Mischung aus Buddymovie und Thriller mit Anthony Hopkins und Chris Rock in den Hauptrollen.
Story:
Gaylord Oakes (Anthony Hopkins) und Kevin Hayes (Chris Rock), zwei CIA-Agenten, arbeiten an einem sensiblen Atomwaffendeal, der nach dem ersten Treffen in 10 Tagen über die Bühne gehen soll. Kevin läuft jedoch in eine Falle und wird getötet. Also muss Ersatz her und der findet sich in Kevin's Bruder Jake (auch Chris Rock). Da die beiden eineiige Zwillinge sind, fällt rein äußerlich kein Unterschied auf. Jetzt liegt es an Oakes, Jake in 9 Tagen mit der Sache vertraut zu machen und ihn auszubilden...
Die Story von "Bad Company" ließt sich eigentlich nicht schlecht - auch wenn sie ihn ähnlicher Form schon einige Male vorher zu sehen war. Das wäre aber gar nicht so schlimm, wenn sie denn etwas mitreißender inszeniert worden wäre. Über die gesamte Laufzeit will der Film nicht so recht in Fahrt kommen, obwohl es immer mal wieder Actionszenen gibt. Die sind allerdings viel zu harmlos, als das sie erwachsene Zuschauer in irgendeiner Weise beeindrucken könnten.
Womit wir auch schon beim größten Problem des Streifens wären: Es ist verständlich, dass der Film möglichst mainstreamtauglich werden sollte und ein niedriges Rating angestrebt wurde (In den USA also PG13, bei uns völlig unverständlicherweise FSK 16 - warum?). Nur wurde hier der Bogen doch etwas überspannt, denn die Schusswechsel sind einfach nur noch lächerlich. Dass kein Blut fließt, ist ja eine Sache, aber dass Einschüsse noch nicht mal angedeutet werden (Nahaufnahmen) hätte wirklich nicht sein müssen. Das raubt der Action nicht nur die Dynamik, sondern auch ein gutes Stück Glaubwürdigkeit. Dasselbe gilt auch für Verfolgungsjadgen, die allesamt viel zu "zahm" ausgefallen sind.
Wenn's mit der Action schon nicht klappt, könnte wenigstens durch die Story Spannung aufkommen oder durch Gags die Atmosphäre etwas aufgelockert werden, aber auch in diesem Punkt bleibt "Bad Company" ein zweischneidiges Schwert. Die Akteure - besonders Chris Rock - haben schon den ein oder anderen lustigen Oneliner auf Lager, dazwischen ist aber immer zu viel Leerlauf, so dass die Wirkung meistens schon verpufft ist, bis der Nächste kommt. Tja, und das Thrillerelement kann auch nicht völlig überzeugen, da die Story halt schon zu ausgeleiert ist (Ostblockterroristen, die die USA bedrohen - meine Güte, waren wir mal kreativ...) und wie schon erwähnt nicht mitreißend genug inszeniert ist.
Fazit: Es bleibt ein zwiespältiger Eindruck, da die Action zu harmlos und die Story nicht spannend genug erzählt ist. Mit einem R-Rating, derberen Sprüchen und nicht gar so klischeehafter Inszenierung könnte der Film locker in den obersten Wertungsregionen landen. So reicht's aber nur knapp zu gehobener Mittelklasse. Einmal Anschauen reicht daher - denn auch Rock's Sprüche sind beim zweiten Mal nur noch halb so witzig.
6 von 10 Punkten