Review

Gwyneth Paltrow hat einen großen Traum: Sie will Stewardess bei einer renommierten Fluggesellschaft werden, weswegen sie eine spezielle Ausbildung auf einer Flugbegleiterinnen-Schule macht. Am Ende muss sie sich zwischen ihrem Traum und ihrem Freund Mark Ruffalo entscheiden.
Die Story ist eine Katastrophe. Aus dem Teenie- und Liebeskomödien-Genre ist man ja schon einige Grausamkeiten gewohnt, doch dies ist wirklich der Gipfel. Dass die Charaktere flach konstruiert sind und die Story nicht einmal einen Ansatz von Tiefe bieten kann, ergibt sich von selbst. Es gibt im Film ein paar Wendungen, wovon aber alle, bis auf eine einzige vorherzusehen sind. Hinzu kommt noch das veraltete und eindimensionale Frauenbild des Films. Ebenfalls lächerlich ist die beinahe mystische Kunst der Arbeit als Flugbegleiterin. Die Ausbildung ist härter, als die einer Astronautin und der gesamte Berufszweig ist völlig unrealistisch dargestellt.
Der Film läuft langsam an und bietet kaum gute Gags. Bis zum Anfang des Mittelteils hat der Zuschauer noch die Hoffnung, dass der Film die Kurve bekommt, oder wenigstens einen soliden Unterhaltungswert entwickelt, aber daraus wird leider nichts. Immerhin gibt es keine dämlichen Teenie-Fäkal-Witze, was aber darauf zurückzuführen ist, dass es im Prinzip gar keine Witze gibt. Der Film steuert ohne Höhepunkte zielstrebig auf das, seit der ersten Minute vorhersehbare happy end zu und langweilt die ganze Zeit über. Ein durch und durch verkorkster und langweiliger Streifen.
Die Filmmusik ist einigermaßen ordentlich gelungen und passt sich den jeweiligen Stimmungslagen gut an. Die Atmosphäre ist meist ruhig und getragen und die Kulisse ist ebenfalls gut gelungen. Der Erzählstil ist sehr langsam und bremst den Film aus.
Gwyneth Paltrow spielt die Hauptrolle der überaus "blonden" Stewardess ordentlich. Das Problem ist nur, dass vollkommen hoffnungslos fehlbesetzt ist. Man kennt sie hauptsächlich aus stilvollen Rollen und ist beinahe erschüttert, sie hier in diesem trashigen 50er-Jahre-Outfit zu sehen. Hinzu kommt noch, dass sie leider vollkommen unlustig ist. Allerdings scheint die Oscar-Preisträgerin immerhin ihren Spaß an dem dümmlichen Treiben zu haben. Christina Appelgate ist in der Rolle ihrer besten Freundin zu sehen und spielt solide, wenn auch stellenweise etwas übertrieben. Mark Ruffalo gefällt mir in der Rolle ihres Freundes sehr gut, da er ordentlich spielt und sehr liebenswert und sympatisch rüberkommt.
Regisseur Bruno Barretto zeigt vor allem hinsichtlich der Musik und der Kulisse seine Erfahrung, macht aber Fehler bei seiner Besetzung. Da er seit 1976 im Geschäft ist, hätte man doch allmählich bessere Filme von ihm erwartet.
Empfehlenswert ist der Film kaum, höchstens für ganz harte, bzw. anspruchslose Komödien-Fans.
Zusammenfassend ist "Flight Girls" eine schwache Komödie mit einer billigen und vorhersehbaren Story, einem niedrigen Unterhalungswert und einer völlig fehlbesetzten Gwyneth Paltrow.

Details
Ähnliche Filme