Als Remake des gleichnamigen Films von 1981 angelegt, findet man in der von Louis Leterrier inszenierten Neuauflage doch einige Änderungen. Für eine (ziemlich lieblose) Anspielung auf die frühere Verfilmung hat es dann immerhin aber mal gereicht.
Wirklich rund ist das Ergebnis nicht. Der Aufbau ist holprig und vieles scheint einfach zu passieren, damit es passiert ist oder damit man es später im Film irgendwann mal wieder hervorzaubern kann. Da findet Perseus ein Schwert, da kommt Pegasus, da heilt der Djinn. Alles so hopplahopp, ohne dass sich die Fortentwicklung organisch anfühlt oder wie ein natürlicher Erzählfluss. Macht einen schludrigen Eindruck, immerhin versucht man sich so wohl an der Vermeidung von Ballast. Oder eben Inhalt, Definition, Konstruktion.
Die zweite große Schwäche ist die Darstellerriege. Das beginnt beim Hauptcharakter Perseus, gespielt von Sam Worthington mit der Ausstrahlung eines Winterreifens. Entschlossenheit, Wut, Trauer – er schaut einfach immer stumpf in die Gegend. Der Rest vom Cast wirkt ebenso gelangweilt, Liam Neeson als Zeus gleich einem sich immerhin noch bemerkbar machen wollenden Ralph Fiennes als Hades. Ein Pete Postlethwaite kann einem da schon leidtun, wie er da während seiner Auftritte doch ernsthaft schauspielert. Selbst Mads Mikkelsen reißt da nichts, bei so viel Effekthascherei wird aber jeder zur Nebensache.
Und wären diese doch auch mal so gelungen, könnte das vielleicht noch etwas kaschieren. Doch schwanken die digitalen FX ziemlich, selbst manche Perspektive zu den Hintergründen wirkt da nicht ganz stimmig. Dann doch lieber Harryhausen.
Zum Ende hin ergeht man sich artig dem Overkill und selbst hier bleibt es merkwürdig unbeeindruckend. Gleiches gilt für die Nahkämpfe. Verwackelt und durch den Schnitt jedweder Wucht beraubt macht nicht mal das wirklich Laune.
Am Ende hinterlässt "Kampf der Titanen" anno 2010 trotz des ganzen Getöses ein unspektakuläres und leeres Gefühl, geradezu egal bleiben Epos und Figuren. So lala Krawall, emotionsfrei mit einem stumpf in die Pampa schauenden Helden, aber immerhin halbwegs kurzweilig und konsequent seifenoperig sprunghaft wie die Geschichten aus der Götterwelt selbst. Kann man trotzdem auslassen.