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Eine schlüssige und emotional bewegende Verfilmung des gleichnamigen semibiographischen Berichts von Primo Levi (1919-1987), der die neunmonatige Odyssee einer Gruppe von überwiegend italienischen Auschwitz-Überlebenden in ihre Heimat nachzeichnet und hierbei nicht selten ausdrucksstarke Bilder findet. Neben den alles beherrschenden existentiellen Fragen des nackten Überlebens und den damit verbundenen moralischen Debatten (warum gerade ich?) wird die düstere Grundstimmung durch klug platzierte tragikomische wie auch rein komödiantische Momente aufgebrochen, ohne indessen die thematische Ernsthaftigkeit auch nur ansatzweise in Frage zu stellen.

Als eine französisch/italienisch/deutsche Coproduktion unter der Regie von Francesco Rosi wurde der Film auf osteuropäischen Originalschauplätzen gedreht.

In der Hauptrolle brilliert der u.a. aus Produktionen der Coen-Brothers (Barton Fink, O' Brother..., Big Lebowski) und Spike Lee (Clockers, Do the wright thing) bekannte Schauspieler John Turturro.

"Blickpunkt Film" resümiert sehr zutreffend: "Rosis Film beginnt da, wo 'Schindlers Liste' aufhört."

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