Die beiden Diebe Cat [ Hsu Chi ] und Lok Chi Yeung [ Julian Cheung ] waren früher ein Paar, sind aber seit drei Jahren getrennt, trotzdem hat sie noch Gefühle für ihn. Als sie Besuch von der Russenmafia bekommt, die Chi Yeung entführt haben, trommelt sie ihre alte Truppe zusammen und geht zum Schein auf das Angebot der Russen ein: Eine Antivirusoftware soll geklaut werden.
Ausserordentlich hübsch besetzter, aber ebenso seichter Actionfilm, der ausser optischem Wohlgefallen so rein gar nichts bieten kann, wobei style over substance hierbei zwar treffend, aber fast noch zu positiv wäre.
Dieses Kriterium erfüllen die beiden anderen neueren und auch mäßigen Girls with Guns Vertreter So Close und Naked Weapon nämlich auch, bieten aber dafür noch auf dem Actionlevel so einiges, wobei hierbei nicht mal das gegeben ist; der Film ist praktisch nur Verpackung mit gar nichts drin und damit eine herbe Enttäuschung vom einstigen Naked Killer Team.
Storywise waren auch die alten Femme Fatale Filme nicht immer auf dem Laufenden, die hier abgezogene Mischung aus Liebesdrama, very low grade Downtown Torpedos, einem Sleaze – Flick und einem abgefilmten Kaffeeklatsch bekommt aber gerademal so die 80min voll, weil man ab der Hälfte den Film unterbricht und noch einmal von vorne anfängt.
Bis hierhin ist man theoretisch die Möglichkeiten durchgegangen, wie man am besten in den Safe gelangen könnte, hat es sich dann aber anders überlegt und in einer schludrig inszenierten Actionszene ganz einfach Chi Yeung aus seinem Gewahrsam befreit.
Fünf Minuten später steckt er allerdings schon wieder in den Klauen der Russen, man hat ihn dreist per Hubschrauber aus dem reanimierten Liebesdomizil herausgefischt.
Der Plan wird also wieder hervorgeholt und diesmal in die Tat umgesetzt, dazu braucht man einmal die Fingerabdrücke eines dicken und scheuen Büroangestellten [ Wong Jing ] und zweitens aus irgendeinem Grund auch den sexgierigen Sprengstoffspezialisten Bone [ Terence Yin ], der ausser Pimpern nix im Kopf hat und leider auch im Gefängnis sitzt. Während der Erste also erstmal mühsam überredet werden muss, die entsprechend präparierte Monkey [ Sandra Ng ] zu betatschen, legt der andere erstmal Hand an sich und dann an die von ihm favorisierte Spider [ Amanda Strang ]; nachdem er in einer weiteren lausig inszenierten Actionszene aus dem Gefängnis geholt wurde natürlich.
Die gesamte Einbruchssequenz ist auch nur aus Bone’s Sichtweise ein Höhepunkt und ansonsten genauso wenig aufregend wie der Rest des uninteressanten und unterentwickelten Filmes, wobei die löchrige Handlung zumeist mit unpassenden Zeitlupen en masse und abwechselnd mit orchestralen Klängen und Fahrstuhlmusik zugekleistert wird; der ständig wiederholende Score ist besonders bei den „traurigen“ Szenen barbarisch. Ähnlich nervtötend ist das Gegackere der anwesenden Frauen, der abrupte Stimmungswechsel zu versucht sinnschwangeren Äußerungen zieht sich wahrscheinlich als Charakterzeichnung durch den Film, abgesehen von Sandra Ng und Kelly Lin sind die meisten Damen trotzdem nur körperlich präsent. Bei den Herren macht eindeutig Terence Yin als geilender Psychopath das Rennen, der seinen schmierigen Part aber auch hemmungslos überzieht.
Die Action rettet hier wie gesagt als letzter Notnagel auch nichts, die gewohnt flashige Optik ist zwar vorhanden, wird aber durch Schnittstakkato und einer wenig zeigenden Montage noch mehr verdünnt und fast aufgelöst. Zudem ist selbst die beste Sequenz – die Befreiungsaktion in dem Hotel – irgendwie sehr gekünstelt, geradezu dünn; die ständigen „Swooosh“ Effekte noch das auffälligste an der Choreographie von Ford –Spezi Adam Chan Chung Tai. Schlechte CGI begleitet die fast nach einem Comic aussehende Sequenz vorm Vorspann ebenso wie den „explosiven“ Showdown, der als dritte lausige Actionszene den Film abschliesst; die angedrohte Fortsetzung lässt bis heute auf sich warten. Man dankt.
Je einen Punkt für:
- die Mädels
- das Cover
- dass Asian Charlies's Angels noch schlechter sein soll.