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Mit "Naked Killer" hat Regisseur Clarence Fok Yiu-Leung bewiesen, dass schöne Frauen und harte Action sich bestens kombinieren lassen. Dumm nur, dass er dieses simple Konzept in "Martial Angels" mehr oder weniger vollkommen vergeigt. Der Film taugt zwar als billiger B-Action Streifen und hat mit gleich sieben attraktiven Damen auch einiges zu bieten, aber irgendwie geht einfach alles schief, was schief gehen kann.

Die Story kann man wohl getrost als peinliches Nichts bezeichnen. Sieben Mädels (unter ihnen auch Eyecatcher Shu Qi) arbeiten als Auftragsdiebe. Als sich Cat in einen Juwelendieb verliebt, ist es vorbei mit der spaßigen Truppe der Martial Angels. Erst zwei Jahre später ruft Cat ihre alten Freundinnen wieder auf den Plan, weil sie deren Hilfe braucht. Ihr Geliebter wurde entführt und wird von russischen Mafiosi festgehalten, die Cat auffordern eine Antivirensoftware (!!) zu klauen. Aha. Nun die Mädels lassen sich nicht lang bitten und gehen mit Cat gemeinsam auf die Jagd nach den Entführern.

Was dann folgt ist eine von zwei großen Actionszenen im Film, die aber so wohl keinen überzeugen kann. Die Mädels ballern zwar alle mächtig durch die Gegend und es sritzt auch ordentlich Blut, aber es wirkt dabei weder sonderlich stylisch noch spannend, sondern eher langweilig und ist zudem noch erbärmlich gefilmt. Auch schön, dass ein kleiner Kampf zwischen Cats Love-Interest und einem Russen komplett im Zeitraffer abläuft, was absolut schwachsinnig aussieht.

Dummerweise lässt sich übrigens der besagte Lover kurz drauf noch mal entführen und schon haben die Mädels einen Grund einen sexgeilen Gangster aus dem Knast zu holen, der zwar eigentlich als Sprengstoffexperte vorgestellt wird, aber nicht mehr macht, als eines der Mädels zu besteigen und dumme Kommentare abzugeben. Ach ja, am Schluss darf er sich dann auch noch Opfern. Natürlich steckt eines der Mädels mit den Entführern unter einer Decke und auch Cats Geliebter hat Dreck am Stecken. Aber das dürfte am Ende eh keinen mehr interessieren, da man bis dahin entweder eingeschlafen ist, oder sich lieber einen richtigen Film anschaut.

Immer wieder gibt es Szenen, die vor Schwachsinn nur so strotzen. So etwa als der Oberrusse, schlank und groß, sich mit den Mädels trifft und dabei erschossen wird. Als ihm eine Einstellung später eines der Mädels anschaut, sieht man das er nur eine Maske trägt und so wohl die Angels reingelegt werden sollten. Dumm nur, das sich unter der Maske ein kleiner, dicker Chinese verbirgt. Und von solchen Szenen gibt es noch etliche.

So sollte man also meinen, der Film hat eine Wertung von 1 Punkt redlich verdient. Ich gebe ihm trotzdem 4, da ich schon lange keinen solchen Trash mehr gesehen hab, der zudem so einen Spaß macht. Ich brauche wohl nicht erwähnen, dass der Spaß dabei wohl von Clarence Fok Yiu-Leung weniger beabsichtig war. Also ein eindeutiger Tipp für alle, die auf Trash stehen und auch mal wieder sehen wollen, das nicht nur in den USA billige, schwachsinnige Movies gedreht werden. Und Qui Shu ist sowieso eine Augenweide, deshalb gibt´s noch einen Extrapunkt.

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