Inhalt (Rollen-Namen analog der englischen Synchronisation):
China, in den 1930ern. Lin Wu (Tien Yeh), ein skrupelloser Gangster, und sein schleimiger Scherge Ku (Chan Wai-Lau akaChen Hui-Lou), übernehmen im Handstreich, in einer feindlichen Übernahme, die Furnier-Fabrik eines Ehepaares.
Die beiden Eheleute werden brutal getötet...,, die Tochter, Miss Chu, wird misshandelt, die Arbeiter schikaniert und unterdrückt.
Das Furnier-Werk ist für Lin Wu und Ku lediglich Tarnung..., für ihr ´neues Geschäft´..., den Handel mit Drogen, Opium wird produziert und geschmuggelt.
Einer der Arbeiter..., Chen Chang (Anthony Chen Chiang), ein starker KungFu-Fighter, begehrt auf..., es kommt zu etlichen Kämpfen, doch hat er alleine gegen die Gangster keine Chance.
Über all dies, den Tod der Eheleute und die brutale Unterdrückung, stirbt der Meister einer KungFu-Schule, der dem Paar zugeneigt war.
Einer der Schüler des Meisters, Kwong Hung (Yasuaki Kurata), will diesen Tod, indirekt verschuldet durch Lin Wu und Ku, rächen.
Kwong Hung stellt sich den Verbrechern entgegen..., es kommt zum Duell mit Lin Wu, und Kwong Hung kommt knapp mit dem Leben davon.
Chen Chang hält Kwong Hung gar für einen Verräter..., beide Männer agieren nunmehr getrennt voneinander. Chen Chang bekämpft die Gangster..., doch auch Kwong Hung will seine Rache vollenden...!
Schließlich kommt es zum Show-Down..., und zwischen Kwong Hung und Lin Wu zum mit äußerster Brutalität geführten Duell..., ein eisenharter Kampf Mann... gegen Mann....
Fazit:
Wow..., ein starker, überaus brutaler und absolut knallharter KungFu-Actioner, den Regisseur Chen Hung-Min im Jahre 1974 (laut hkmdb.com 1973) auf Taiwan realisierte.
"Kung Fu Inferno" ("The Avenger") ist ein reiner Unterhaltungsfilm und lupenreiner KungFu-Streifen, der voll auf knallharte Action setzt.
In einfachen, rein zweckmäßigen Echt-Kulissen, aber auch hell-klaren Bildern, wird denn eine hauchdünne Story erzählt, die natürlich nur dazu dient, so viele KungFu-Fights wie nur irgendmöglich aneinander zu reihen, und zu platzieren.
So kommt gediegene Eastern-Atmosphäre auf, auch wenn dies natürlich ein kostengünstiger B-Film des Genres ist. Aber eben auch ein stilechter, puristisch-reiner, eisenhart-kerniger KungFu-Film mit jeder Menge geiler Fight-Action.
Die Handlung ist klar, und natürlich sehr schematisch..., alles mündet zielgerichtet in ein furioses Fight-Finale..., KungFu-Action-Total..., aber es wird letztlich in diesem Film fast pausenlos gefightet.
Darüber hinaus beißen sich die intensiv agierenden Darsteller und Darstellerinnen in ihre Rollenbilder..., zeigen, dass sie hier einen rau-kernigen KungFu-Actioner mittragen wollten..., eine hohe Intensität nicht nur in der KungFu-Fightaction, sondern auch in den Darstellungen der ProtagonistInnen.
Yasuaki Kurata und Anthony Chen Chiang sind hier das Helden-Gespann..., sie agieren aber größtenteils getrennt voneinander. Anthony Chen Chiang ernsthaft..., will sich nichts gefallen lassen, bekämpft die Villains wo er nur kann.
Yasuaki Kurata..., zeigt indes mitunter fast eine brüchige Männlichkeit in seinem Rollenbild..., doch fightet er verbissen und beherzt, und zeigt die beste KungFu-Technik in diesem Streifen.
Durch Yasuaki Kurata, einem Kampfkünstler, erhält die zunächst rustikal anmutenden KungFu-Action technisch-ausgefeilte Nuancen, und aus "Kung Fu Inferno" wird ein richtig starker Eastern, auch hinsichtlich der Technik, mit visuell ansprechenden Moves und Fights.
Tien Yeh ist der Haupt-Villain, ein brutal-böser Gangster, der das ebenso intensiv darstellt, eine solides Spiel, und auch er fiightet ein starkes KungFu.
Chan Wai-Lau (aka Chen Hui-Lou) ist der schmierig-schleimige Villain-Sidekick von Tien Yeh, feige und verschlagen..., und auch Chan spielt das routiniert-gekonnt.
Die mir namentlich nicht geläufige Darstellerin der "Miss Chu", ist hier natürlich nur auf die Rolle der heulenden, misshandelten Tochter reduziert, aber das macht sie tapfer und solide im Spiel, viel gibt die Rolle natürlich nicht her.
Wichtigstes ist die KungFu-Fight-Action..., zunächst rau-rustikal anmutend..., kommt durch Kurata das Technische immer mehr zur Geltung, wird auch eine visuell ansprechende KungFu-Action hier geboten, hohe Tritte, ´gepflegte´ Handkante.
Ein Fight jagt den nächsten..., ein KungFu-Inferno, wie der Titel es richtig andeutet. Brutale, reelle, knallharte und intensive KungFu-Action, mit einem dramatischen Finale, auch im Schlamm, was die Dramatik und Brutalität natürlich noch einmal erhöht.
Viel gibt es somit über "Kung Fu Inferno" ("The Avenger") nicht zu sagen..., ein KungFu-Actioner, eisenhart, puristisch, einfach und unterhaltend..., etwas für echte, eingefleischte Eastern-Fans.
Ziemlich gut... 7/10.