Auf der alkoholumnebelten Rückfahrt von den Feierlichkeiten zum 4. Juli haben zwei Teenagerpärchen mit ihrem Auto auf einer kurvenreichen Küstenstraße North Carolinas einen folgenschweren Unfall, bei dem ein Fischer getötet wird. Sie lassen die Leiche im Meer verschwinden und schwören sich, nie wieder von dem Ereignis zu reden. Genau ein Jahr später erhalten die vier Briefe, die auf die Tat hinweisen. Kurze Zeit später ist sogar ein Mörder mit Fischer-Outfit und Packhaken unterwegs, um die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen...
Totzukriegen scheint er nicht, der dumme, platte Teenager-in-Angst-Horror, der mit "Halloween" und "Freitag der 13." zu Beginn der 1980er Jahre fröhlichen Einstand feierte. Fast zwei Dekaden später versucht Drehbuchautor Kevin Williamson mit seinen Skripts zu den ersten beiden "Scream"-Filmen sowie "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast" den moralin-sauren Terror eines im Dunkeln meuchelnden Schlitzers wiederzubeleben. Spielfilmdebütant Jim Gillespie nutzt das altbekannte Spiel um Schuld und Sühne zu einem recht passablen Horrorstreifen, der auf filmischer Seite mehr zu bieten hat als beim ausgelutschten Inhalt. nach einer etwas zu lang geratenen Exposition geht es Schlag auf Schlag, bis das ganz auf das Schreien der Hauptdarstellerin konzentrierte Schlussfinale (inkl. gut getimter Schocks) erreicht ist. Bildformat: 2,35:1. Mit Jennifer Love Hewitt, Sarah Michelle Gellar, Ryan Philippe, Freddie Prinze jr. u. a.
Anmerkung: 1998 für die Gesamtausgabe von "Die Angst sitzt neben Dir " geschrieben, online jedoch bislang nicht veröffentlicht. Jetzt leicht gekürzt und korrigiert.
© 2026, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR, Selbstverlag Frank Trebbin
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