Cowboy Mr.Miller ist ein Killer. Er zieht tagtäglich in einer deutschen Kleinstadt los, um Leute platt zu machen und deren Autos zu stehlen. Doch er hat seine Rechnung ohne den hiesigen Dorfpolizisten gemacht, der ihm eine Panzerfaust durch den Bauch rammt.
Mr. Miller schleppt sich schwer verletzt zu seinem Clan zurück und beauftragt seine Hilfs-Cowboys, das Blut Jesu, das natürlich in der Dorfkirche lagert, zu stehlen, das ihn wieder heilen kann.
Eins hab ich bei "Regisseur" Jochen Taubert gelernt : Er ist und bleibt der größte Stümper, der jemals öffentlich Filme vermarkten durfte. Taubert ist auch der größte Stümper, wenn es um Splatter-Effekte geht, die eh schon rar in seinen Filmen gesäht sind. Meistens geht da nicht mehr, als eine Blutkapsel aus dem EMP-Katalog zu zerbeißen.
Und trotzdem funktioniert "Maniac Killer 1" hervorragend, wenn man mit Erwartungen an die unterste Trash-Schublade rangeht und genau weiß wofür der Name "Taubert" in Sachen Film-Qualität steht. Nämlich Schund hoch zehn.
Wichtig war, dass er diese Story selbst nicht ernst genommen hat und dementsprechend viele ultraflache, dämliche Witze eingebaut hat. Würde man dieses "Amateur-Home-Video" als ernstgemeintes Werk betrachten, würde "Maniac Killer 1" genauso gnadenlos wie "Das Piratenmassaker" durchfallen.
Aber so "humorvoll" abgedreht verbreitet es dann doch noch Laune und den Griff zur nächsten Flasche Bier.
Also,
im Kostüm-Laden alles geplündert, was nicht nach normalbürgerlicher Kleidung aussieht, den Joint angezündet und auf geht´s mit dem Filmen. Von Nonnen, Priestern, Cowboys, Astronauten, Mafia und und und... ist hier alles vertreten.
Richtige Handlung gibt´s eigentlich keine, selbst die in fünf Minuten ausgedachte Story wird nicht konsequent verfolgt, sondern etliche Szenen, die rein gar nichts mit der "Handlung" zu tun haben, werden irgendwo reingeschnitten. Hauptsache es unterhält...
Von den Splatter-FX oder der Brutalität darf man nix erwarten, da wird sich (wie anscheinend in jedem Taubert-Film) eine Schweine-Leber vor das unversehrte Hemd gehalten und zack, fertig ist die FSK18. Es werden zwar massenhaft Leute getötet, aber leider fallen 90% von den Opfern einfach um, ohne irgendwelche Wunden aufweisen zu können.
Durch was "Maniac Killer 1" sehr viele Punkte einfahren kann, sind die andauernd vorkommenden Auto-Stunts. Es werden massenweise Autos zu Schrott gefahren und Taubert hat sogar Rampen für beinahe schon spektakuläre Überschläge aufgebaut. Diese Szenen sehen, im Vergleich zum Rest, so gefährlich gut aus, dass man froh sein kein, dass keiner der Darsteller ernsthaft verletzt wurde, bei solch "Profis", die hier am Werk waren.
Für einen Trash-Film ist der Streifen leider mit 120 Minuten viel zu lange geraten. Man kann dem Affenhaus-Treiben ja zusehen, aber zwei Stunden strapazieren arg die Nerven und Geduld des Zuschauers. Das ist aber auch irgendwie das einzigste, was man diesem "Gelben Sack-Produkt" anhaften kann.
Also, Sixpack kaltstellen, fünf Pullen davon auf Ex und danach "Maniac Killer 1" rein. Diese filmische Beleidigung funktioniert selbst bei Leuten, die gar nix mit Trash anfangen können.
8/10