Gerade hatte sich B-Regisseur Steven R. Monroe im Horror-Bereich durch sein Remake von „I Spit on Your Grave“ so einigermaßen rehabilitiert, liefert er schon wieder so eine Gurke aus dem Sci-Fi Sektor ab, welche ein wenig an „Tremors“ von 1991 angelehnt ist.
Oder anders gesagt: Eine SyFy Produktion hätte es kaum belangloser gestalten können.
In der Mongolei ist neuerdings einiges los: Schnorrer Daniel versucht seit Jahren den Schatz von Dschingis Kahn zu finden mutiert zum unfreiwilligen Chauffeur, als Ärztin Alicia und ihr Kompagnon eine Fahrgelegenheit ins Seuchenlazarett suchen. Derweil geht in der nahe gelegenen Ölraffinerie einiges drunter und drüber, die Technik versagt, abergläubische Arbeiter springen ab, während andere aus ganz anderen Gründen verschwinden…
Die Erzählung folgt den Mustern gängiger Genreproduktionen, indem sie mit parallel ablaufenden Handlungssträngen einsetzt und diese im Verlauf zusammenführt, was zumindest für ein passables Tempo sorgt.
Dabei erscheint Daniel als Windhund, der sich beim örtlichen Gangsterclan bereits einige Probleme eingeheimst hat, während Ärztin Alice etwas zu oft ihre moralischen Beweggründe betont. Hinzu kommen ein freundlicher Cop, ein äußerst zwielichtiger Öl-Unternehmer und diverse Randfiguren, die hauptsächlich für das Erwähnen des Mythos bezüglich der mongolischen Todeswürmer zuständig sind und alle negativen Aspekte als dunkle Vorahnung für deren baldige Erscheinung deuten.
Die Riesenwürmer sehen letztlich auch nicht ganz so übel gestaltet aus wie einige Viecher vergleichbarer Billigproduktionen, auch wenn die Ausarbeitung der Körper Feinheiten vermissen lässt und das Röhren vorm Angriff ein wenig befremdlich daherkommt.
Leider schnappen sich die Biester in ihren kurzen Einsätzen nur einige Randfiguren, ziehen sie aus dem Bild oder direkt in ihren Körper rein, was reichlich unspektakulär und selten spannend, zudem auch völlig blutarm in Szene gesetzt ist.
Da funktioniert das Zusammenspiel der schlicht charakterisierten Figuren teilweise schon besser und sorgt für eine lockere Atmosphäre, spätestens als es zum Showdown um Machtverhältnisse geht, was in einer handfesten Auseinandersetzung mündet.
Allerdings verkommt die Bedrohung damit größtenteils zur Nebensache, obgleich zum Ende hin deutlich mehr Würmer auf der Bildfläche erscheinen.
Denn kaum einer fragt sich, woher die Biester kommen und wie man sie effektiv bekämpfen kann, geschweige denn, hinterfragt die Ursache der Mutation, - sie kommen und verschwinden, dazwischen dümpelt die zuweilen mühsam vorankommende Handlung um Gangster, Korruption in der Ölfirma und die zunächst unterschiedlichen Interessen von Daniel und Alicia.
So mangelt es im Gesamtbild an mitreißender Atmosphäre und spannenden Konfrontationen und auch wenn einige Figuren sympathisch rüberkommen, retten ihre Interaktionen wenig vom einfallslosen Drehbuch und der harmlosen Umsetzung.
Darstellerisch passabel, computertechnisch fast schon sehbar, fällt der Trash-Faktor insgesamt nicht hoch genug aus, um Gleichgesinnten mit Fokus auf Monster - und Tierhorror eine Empfehlung auszusprechen, auch wenn uns hier ein amerikanisches Wüstenkaff als Mongolei verkauft wird, wo im Übrigen kein einziger Mongole zu leben scheint…
Knapp
4 von 10