Alle Kurzkommentare


4

Ein trostloses Leben in trostlosen Bildern, nur wenig Sonnenstrahlen fallen auf Tony, der als Serienmörder 120 Jahre nach Jack the Ripper das Lononer East End unsicher macht. Die Kamera bleibt stummer Beobachter im Handheld-Still, ob ein Freund Tonys ständig filmend bei ihm wäre. Das erinnert formal an den beklemmenden "Mann beißt Hund" (B 1992), doch hat dieser eine Geschichte mit Anfang und Ende erzählt. "Tony" hingegen ist nur ein beliebiger Ausschnitt aus dem Leben des gestörten Mörders, weder sein Motiv wird erklärt, noch werden Nebenhandlungen zu einem Abschluss gebracht. Das (konsequent offene) Ende kommt nach 70 min. mehr als überraschend. Schade um Peter Ferdinandos starke Leistung, der Film ist wie Tonys Opfer: ein Torso. (4/10)

6

In ruhigen, fast schon dokumentarischen Bildern, zeigt Regiesseur Greg Johnson die Geschichte um den Serienkiller Tony. Werden Filme über Serienkiller des öffteren viel zu reisserisch gezeigt, setzt man hier eher auf nähe zur Realität. So wirkt das gezeigte durchaus glaubhaft und man fragt sich während Betrachtung wie viele Menschen dieser Art wohl in der Wirklichkeit existieren. Vorallem durch die ausserordenlich gute Leistung des Hauptdarstellers Peter Ferdinando eine Sichtung wert. Für einige möglicherweise etwas zu langweilig, für andere durchaus aufwühlend. Man sollte sich selber eine Meinung bilden, da ich etwas zwiegespalten bin kann ich aber dennoch sagen das 6 Punkte durchaus angemessen sind.

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