Review

Kulante Kürbissuppe


In diesem unnötigen, oberflächlichen und sichtbar kostengünstigen Sequel kehrt die fiese Mischung aus Xenomorph und Kürbis zurück, besessen von einem entstellten und einst gescholtenen, ermordeten keinen Jungen, nachdem eine Gruppe Teenager eine alte Hexe angefahren und diese diesen nun wiederbelebt... So weit, so unnötig kompliziert. Doch vielleicht können diese blutigen Flügel ja mehr überzeugen, als man meint oder gar an das Original heranreichen?! Nein. Leider nein, leider gar nicht. Es gibt sicher noch miesere Sequels, doch im Endeffekt ist das nichtmal Horror-Fast Food sondern eher ungesunde Flüssignahrung ohne Mehr- oder Schauwert. Egal in welcher Jahreszeit. 

In den späten 80ern bekam jeder halbwegs erfolgreiche Horrorfilm eine oder direkt mehrere Fortsetzungen, sogar noch bis tief in die 90er rein. Das Halloweenmonster war da keine Ausnahme, ist das Original zudem sogar noch ein klasse Film und fast schon A-Klassiker für den Herbst. Doch diese Fortsetzung sagt mir kaum zu. Dass man mit dem Monster mal Mitleid hat und es dennoch/natürlich verliert, ist noch die mit Abstand beste Idee. Der Rest ist unterste Stangenware. Der sehnige, steife Kürbiskopf an sich sieht irgendwie billiger aus als zuvor, nur einen Kill stufe ich als brauchbar ein (der mit den Hühnern) und das Finale ist maximal unbefriedigend (wenn auch nicht komplett a-typisch). Zudem ist die Story seltsam püriert, alles wirkt hektisch zusammengeschustert und die Darsteller agieren mal drüber und mal störend schlaff. Verbindungen zum Original sucht man vergebens, Angst wird hier nie verbreitet und man erhofft sich einfach an allen Ecken und Enden mehr. Im besten Fall ein Halloween-Handlanger-Happen. 

Fazit: ich weiß, was ihr letztes Halloween getan habt... „Pumpkinhead 2“ kann man gucken. An Halloween. Aber nur, wenn man absolut nichts anderes zur Hand hat... Eine Legende wird zu Grabe getragen. 

Details
Ähnliche Filme