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"Sister Street Fighter" ist ein wirklich wildes Stück asiatischer Filmgeschichte, naja, eigentlich handelt es sich um ein Trashwerk innerhalb der längst abgeflauten Martial Arts-Welle, aber was für eines.
War "Street Fighter", DAS Sonny Chiba - Vehikel schlechthin, ein kaum zu fassendes Meisterstück extrem harter Actionware, so gelangen den Machern mit dessen beiden direkten Fortsetzungen wesentlich weniger überzeugende Filme. "Sister..." jedoch schlägt wieder richtig derbe Kerben in die Hirne von ekelhaften Fieslingen - wenngleich allzu harte Splatterarien auch in der uncut Fassung nicht locken, so ist doch jeder Kampf für sich genommen über alle Maßen brutal.
Tatsächlich ist es ein fleischgewordener Erwachsenen-Comic-Strip, wie es ihn kaum ein zweites Mal gibt. Derartig überzogen sind wirklich alle Charaktere, so wird eine regelrechte Armee von Böslingen vorgestellt - mit Schrifteinblendung der besonderen Fähigkeiten!
Es würde mich nicht wundern, wenn gerade dieser Film, mehr noch als der Original-Streetfighter den guten Resteverwerter und Filmfreak Tarantino zu seinen Figuren inspiriert hat.

Fazit: Das einzige, was dem extrem unterhaltsamen Trashwerk fehlt, sind etwas graphischere FX-Arbeit - oh, und vielleicht noch der Inder aus "Duell der Giganten", der seine Arme und Beine so lustig verlängern konnte!

Film 8/10 Sblädder 5/10

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