Inhalt:
Hongkong 1972. Die Polizei ist einem Drogen-Schmugglerring auf der Spur..., und hat diesen bereits mit einem under cover agierenden Agenten infiltriert: Li Gyokudo (Hiroshi Miyauchi).
Von diesem fehlt indes nunmehr jede Spur..., es ist zu befürchten, dass Li tot ist.
Die Hongkong-Polizei bittet die Schwester Li´s, Li Koryu (Etsuko Shiomi), ihr zu helfen, und Li Gyokudo in der Heimat der Gangster aufzuspüren..., im japanischen Yokohama.
Li Koryu erklärt sich dazu bereit..., sie soll eine ebenfalls in die Gang eingeschleuste Beamtin kontaktieren, die sie an einer auffälligen Rosen-Tätowierung am Oberschenkel erkennen soll.
In Yokohama sucht Li indes zunächst ihren Onkel und ihre Kusine auf.
Wichtigste Stütze im Kampf gegen die Drogen-Gangster sind für Li jedoch die Kämpfer der Shorinji-Karate-Schule..., und von denen sind ihr direkt 2 befähigte Fighter zugeordnet:
Emi (Emi Hayakawa) sowie der exzellente Karateka Seiichi Hibiki (Sonny Chiba).
Oberhaupt der Gangster ist der eiskalte und brutale Kakuzaki (Bin Amatsu) und dessen grausamer Scherge Inubashiri (Masashi Ishibashi). Kakuzaki hält sich in seinem Hauptquartier eine Ansammlung mitunter bizarrer Kämpfer und Kämpferinnen, Inubashiri wird stets von einer Gruppe Bodyguards mit bienenkorbartigen Kopfbedeckungen begleitet.
Schnell begreifen die Gangster Li Koryu als handfeste Gefahr, und versuchen sie, sowie Hibiki und Emi auszuschalten.
Doch kann Li Koryu Emi raushauen..., doch sie wird von Inubashiri von einer Hängebrücke gestürzt. Die Gangster halten sie für tot...
Doch Sister Streetfighter lebt..., als ihr Bruder und ihr Onkel in diesem Ringen ihr Leben lassen, kennt Li Koryu keinen Pardon mehr....
Sie sucht den Show-Down mit den Gangstern..., wird gefangen gesetzt, kann sich aber befreien...
Dann erreichen auch Emi und Hibiki die Gangster-Zentrale und es kommt zum blutigen Endkampf.......
Fazit:
1974 begann auch in Japan das Eastern-Zeitalter, als der 1970 von Sonny Chiba gegründete Japan Action Club (JAC) mit der Streetfighter-Trilogie so richtig durchstartete.
Diese Trilogie war äußerst erfolgreich und katapultierte Sonny Chiba in die erste Liga der Eastern-Stars allgemein und zur japanischen Action-Legende insbesondere.
Und als eine Art "Abfall"-Produkt entstand dieses Serial um den weiblichen Streetfighter..., in Person von JAC-Mitglied Etsuko Shiomi (zum JAC gehörte ja zudem noch u.a. Hiroyuki Sanada).
Und für die junge, agile Etsuko war dieses Serial der Durchbruch, es entstanden nach diesem vorliegenden Opener des Serial noch 3 weitere Sister Streetfighter-Streifen..., und ja auch schon im originären Streetfighter mit Chiba agierte die äußerst attraktive japanische Actrice.
Und so ist es denn "ihr" Film.., ein Sushi-Eastern mit einfacher Storyline, stilisierten Villains, kernigen Karate-Fights mit Splatter-Elementen und einem gedehnten Gast-Auftritt von Sonny Chiba der die Herzen der Fans höher schlagen ließ.
Bruderherz, ein in eine Drogen-Schmuggler-Gang eingeschleuster Cop, ist verschwunden und womöglich tot. Schwesterherz, eine agile Karateka..., nimmt die Spur auf, die Villains sind durchgeknallt und natürlich total böse..., aber Abhilfe gibt´s bei Sonny und der nicht minder kampfstarken Emi Hayakawa. Fertig ist Regisseur Yamaguchis Storyline für einen rein unterhalten wollenden, unambitionierten Sushi-Eastern-Actioner. Und diesen Plot arbeitet die Regie schnörkellos und handwerklich kompetent ab.
Stars sind eine junge, attraktive Kämpferin die stilistisch sauber ihr Karate einbringt..., und so viele Fights wie möglich, die die Regie hier einzubauen gedenkt...., und das sind nicht wenige.
Etsuko Shiomi..., meine japanische Lieblingsschauspielerin, agiert gekonnt in der Action und auch sonst.
Sonny Chiba hat einen gedehnten Gast-Auftritt..., cool hilft er Etsuko fast als so etwas wie ein brüderlicher Freund und die Gangster beziehen Schläge.
Bin Amatsu ist der Haupt-Bösewicht, stilisiert und überzogen stellt er seine Figur dar: Er hält sich eine Ansammlung skurriler Fighter..., darunter Nunchaku-Kämpfer und Amazonen im gelben Outfit mit schwarzen Punkten.
Masashi Ishibashi ist ja so etwas wie der "Villain vom Dienst" bei Sonny..., und auch hier mimt er den gewohnt mürrisch-zynischen und grausam wirkenden Bösewicht der über jede Leiche geht.
Wichtigstes hier sind natürlich die zahlreichen Karate-Fights. Es sind andere Techniken als im Hongkong-Eastern. Das wirkt immer etwas... abgehackter... als in den chinesischen Martial Arts-Streifen..., dennoch sind die Kämpfe, schnell..., präzise Schläge und Tritte aus den Gelenken heraus. Das wirkt hart..., und man "spürt" dadurch irgendwie auch als Betrachter die Wucht dieser Schläge.
Und bis auf die allerletzte Sequenz des End-Duells sind die Fights auch reell..., wenn auch mit Splatter-Effekten gearbeitet wird, wenn beispielsweise ein Sai durch die Schädeldecke eines Villains von Shiomi von oben gerammt wird.
Solche Dinge gehören nun mal in den Streetfighter-Streifen mit Chiba und Shiomi dazu....
Insgesamt ist "Sister Streetfighter" ein überaus unterhaltsamer Sushi-Eastern-Actioner..., der von rasant-harten Karate-Fights und einer charismatischen, attraktiven Heldin lebt..., ich vergebe sehr knappe 8/10 Punkte.
Es entstanden noch 3 weitere Streifen für dieses Serial..., in den beiden folgenden Filmen verkörperte Etsuko Shiomi ebenfalls die Figur der "Li Koryu"..., im 4. Film ist ihre Figur eine andere. Die beiden Nachfolge-Filme sind für mich daher auch echte Sequels, beide Filme sind ähnlich gelagert und handfeste Actioner. Der 4. Film gefiel mir da weniger.
Wer meine Revs von anderer Stelle her kennt, weiß, ich rezensierte diese Streifen alle..., hier belasse ich es bei einer breit gefächerten Auswahl der wichtigsten Eastern mit Etsuko Shiomi..., da kommt noch ein bißchen was.