- "Hör mal zu, Du Räsenmäher!"
Psychedelisch anmutende, blau-orange stilisierte Kampfszenen als Untermalung der Anfangcredits führen die Zuschauer ein in: "Das Söldnerkommando". Musikalisch garniert mit funky Synthie-Beat, der auch bei den zahlreichen Dreschereien im Film erklingt. Trägt vielleicht mit dazu bei, dass die Hauereien - trotz einiger netter Stunts und kleinerer Härten - insgesamt etwas uninspiriert daherkommen.
Die Handlung ist schlicht, so wie das Gemüt der Protagonisten: Der Überfall auf den Boss eines Gangstersyndikats hat den Tod seiner Frau zur Folge und ungeheure Racheglüste des nun frischgebackenen Witwers. Sein treuer Gefolgsmann, ein Schwarzer mit äußerst formschönen Afro, stellt zu diesem Zwecke eine grobschlächtige Klopper-Truppe auf die Beine. Dabei genügt die Ansage: "Joe braucht Dich!", um jeden Einzelnen sofort zur Teilnahme zu bewegen. Erklärung für solch kompromisslose Loyalität liefert der für diese Filme obligatorischer Vietnam-Rückblick. Dumm nur, dass bei der Suche nach den Drahtziehern des Überfalls ein maskierter Sniperschütze mit von der Partie ist und einen Haudegen nach dem anderen ausknipst. Es ist nun am Afroträger klar Schiff zu machen.....
Was diesen nicht schlechten Film veredelt und besonders macht ist eine deutsche Synchronisation, die weit und breitihresgleichen sucht.
Wer den Film in die Hände bekommt und sich in seinem Herz ein Plätzchen für 1980er-Jahre Trash reserviert hat, kann vorbehaltlos zuschlagen. 9/10 aufgrund der grandiosen Synchronisation.