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Nachdem Joseph Lawrence in seinem schnieken Anwesen überfallen und angeschossen wird, will er die Hintergründe darüber aufklären. Da ihm seine frühere Truppe aus Vietnam noch irgendwie hörig ist, trommelt er diese wieder zusammen, verpasst ihr ein schön einheitliches Outfit und lässt alle mal ein Kunststück vorführen, bevor er sie zur Ermittlung losschickt.

Zwar kein Schuss ins Knie, aber eben in den Fuß, wie Regisseur und Autor Patrick Donahue hier selbst veranschaulicht. Redundant bis zum Anschlag gibt sich sein Werk, wenn die Fäuste und Füße fliegen, ab und an jemand über den Haufen geschossen wird und es dann einfach zum nächsten Handlungsort geht. Dort wird das Muster dann wiederholt und so kommt der Plot letztlich über die Zeit. Hier und da verrät er noch was über die Hintergründe, damit die Geschichte in ihrer non-Existenz vorankommt. Mehr ist es nicht, abgesehen von einem ominösen Scharfschützen, der in genauso regelmäßigen Abständen Leute beseitigt. Ach, eine Autoverfolgungsjagd gibt es auch noch. Will ich nicht unterschlagen, denn so schlimm sieht das für das kaum vorhandene Budget nun nicht aus.

Dieses Machwerk sollte man sich ausnahmsweise mal in der deutschen Synchro geben, die im Geiste Rainer Brandts manch grenzdebilen Dialog bietet, was definitiv zum Unterhaltungswert beiträgt. Ein paar bekannte Stimmen gibt es überdies zu hören. Die trösten aber nicht über das behämmerte Finale und die Auflösung hinweg, die inklusive unerklärlicher Schminke nur hanebüchen ist. Passt aber aber zum Rest, von daher Schwamm drüber.

Nein, ein guter Film ist das nicht. Aber ein spaßiger. Wenn vermutlich auch unfreiwillig. Denn diese simple, von beknackten Figuren bevölkerte Ausrede von einem Skript, bekommt in der schnodderigen deutschen Synchro einen ungemeinen Unterhaltungswert. Als Partyfilm ist „Kill Squad“ in dieser Darreichungsform durchaus konsumierbar. Bloß nicht ernst nehmen.

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