Bei einem nächtlichen Überfall wird die Ehefrau des Ex-Soldaten Joseph Lawrence von einigen Tunichtguten vergewaltigt und ermordet, während er sich selbst 'ne Kugel einfängt, die ihn in den Krankenkassen-Chopper befördert. Da er der Polizei nicht zutraut, die Schuldigen dingfest zu machen, wendet sich Joseph an seinen Freund Larry und bittet diesen, seine alten Vietnam-Buddies wieder zusammenzutrommeln, um die Übeltäter auf - im wahrsten Wortsinn - eigene Faust aufzuspüren. Diese sind nur allzu gerne dazu bereit, mal wieder kräftig zuzulangen und die Informationen, die das sechsköpfe "Kill Squad" im Anschluss so zusammenprügelt, weisen da schnell in Richtung eines gewissen Dutch als Drahtzieher der Schweinerei. Bei ihren Nachforschungen geraten Larry und seine Kumpels jedoch auch immer wieder an einen mysteriösen Scharfschützen, der sie aufs Korn nimmt und einen nach dem anderen ins Jenseits befördert... "Das Söldnerkommando" ist ein ziemlich stupides und recht minderbemittelt zusammengeschustertes Actionfilmchen der C-Klasse, welches hierzulande jedoch einen gewissen Kult-Status aufgrund seiner Rainer-Brandt-esken Schnodder-Synchro genießt, die da von Anfang an mächtig Gas gibt und zugegeben auch ein paar echte Knaller raushaut... dummerweise ist das stete Sprüche-Bombardement aber auch das einzige, was hier wirklich aufsehenerregend ist, denn alles andere an Patrick G. Donahues Streifen stammt mal konsequent aus der untersten Schublade, allen voran mal das Drehbuch, welches so ungefähr so viel Handlung hat, wie ein Spatz Fleisch an der Kniescheibe. Gegen die hier zur Schau gestellte, akute Plot-Befreitheit sieht echt jeder Spencer/Hill-Streifen noch aus wie Shakespeare, denn die Laufzeit wird da primär mit der immergleichen Szene vollgemacht, welche da kaum variiert stur aneinandergereit wird: Das "Kill Squad" taucht an irgendeiner Location (an der man sicherlich billig drehen konnte!) auf, haut allen anwesenden Typen bei 'ner spontan ausbrechenden Keilerei kräftig was auf die Schnauze und im Anschluss lässt sich jeweils ein Team-Mitglied von dem maskierten Scharfschützen über den Haufen ballern. Das wiederholt sich dann ein paar Mal, bis am Ende nur noch einer übrig ist... klar, dass da schnell Ermüdungserscheinungen auftreten. Der Versuch, da simultan auch noch sowas wie einen kleinen Whodunit? rund um die Identität des Snipers zu veranstalten, geht da zudem kräftig in die Hose, wenn jener im Finale enttart wird und man als Zuschauer ob der massiv beknackten Auflösung eigentlich gar nicht mit der aufhören kann, mit den Augen zu rollen. Für Name-Actor Cameron Mitchell ist das Ganze dann auch sicherlich nur ein lausiges B-Movie unter vielen, für die er sich im Spät-Herbst seiner Karriere in einer Nebenrolle hat verheizen lassen, um die Kohle für Miete und Fusel zusammenzukriegen. So ist "Das Söldnerkommande" ergo nicht nur ein Film, bei dem es nicht nur absolut ausreicht, wenn man ihn in Form von ein paar Highlight-Clips auf YouTube guckt, sondern der auf die Art goutiert sogar weitaus besser dasteht! Kurzum, der passende Streifen für alle Bratenbengel, die sich auch mal ganz gerne 'nen gebrauchten Lutscher ans Hemd kleben lassen! Zugegeben, wenn man gut drauf ist, könnte man der deutschen Tonspur, die die Chose tatsächlich nicht unerheblich aufwertet, auch noch ein Extra-Pünktchen spendieren... darauf hab' ich heute aber mal absoluten Minus-Bock! Ällabätsch!
3/10