Review

Nicht wirklich griffiges Actiondrama um 4 Supercops in den 60er Jahren, die allesamt auch nicht gerade die wirklich rechtmässigen Wege fahren und dadurch nicht nur mit Gangstern sondern auch mit der ICAC [ Independent Commission Against Corruption ] Probleme kriegen.
Sollte anscheinend mal ein Epos werden, lose basierend auf reale Ereignisse in den 70ern um die Anklage gegen Polizei Superintendent Peter Godber; das ging dann aber leicht daneben, nicht nur wegen den ziemlich konventionellen Geschehnissen, sondern auch der recht lahmen Erzählweise und einigen Patzern. Da wird zum Beispiel eine Entführung nachgestellt, was sich dann wortwörtlich nur als Laienspieltheater klassifizieren lässt; oder Simon Yam wehrt mit Messern bewaffnete Thugs mit Händen ab, dabei steckt gut sichtbar eine Pistole in seinem Hosenbund.
Schaupielerleistungen sind auch nicht überragend, besonders Danny Lee und Kent Cheng spielen ihre Standardrollen ab; Waise Lee gefällt eigentlich, vor allem da hierbei zumindest etwas Leben in ihm steckt und Yam selbst ist natürlich selten zu verachten.
Actionszenen sind allgemein nicht zu zahlreich und bieten dann auch nicht soviel, der übliche Massen - Shootout am Ende fällt hierbei auch recht klein im Vergleich zu anderen Vertetern aus. So bezieht der Film über eine gewisse Laufzeit nur den Reiz draus, dass hierbei die Polizei mit den gleichen, wenn nicht sogar übleren Methoden als die Gangster arbeiten; dieses erschöpft sich aber zum Grossteil in Foltereien und später in Geschwätz, was nicht gerade packend ist. Die Liebesgeschichte zwischen Lee und Yolinda greift recht tief in die Klischee- und Kitschkiste und ist zudem ohne jegliche Wärme zwischen beiden inszeniert, sorgt deswegen auch nicht für Stimmung.
Letztlich verbaut der Film seine durchaus gritty Atmosphäre oftmals selber und weiss mit seinen Möglichkeiten nicht viel anzufangen, mehr drin wär auf jeden Fall gewesen.
1 Jahr später drehte Regisseur Lam den ähnlich gelagerten FIRST SHOT, der besser ist.

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