Review

Ein mexikanischer Polizist kommt einem Drogenbaron zu nahe, der daraufhin die Familie des Cops tötet. Nach einiger Zeit kommt die Stunde der Rache...

Ein Action-Knaller wie aus dem letzten Jahrhundert.
Danny Trejo schafft mit seinen 66 Jahren etwas, wovon sich Stallone und Schwarzenegger eine Scheibe abscheiden könnten: Auch im Alter noch cool und überzeugend wirken.
Robert Rodriguez hat eine Action-Granate geschaffen, die eine grossartige Hommage an das Krawall-Kino der 80er ist. Die Story um einen Rachefeldzug ist eigentlich schon nebensächlich (wenngleich nicht völlig belanglos), denn von der ersten Minute geht Rodriguez hohes Tempo, gelegentlich durch etwas langsamere Passagen unterbrochen. Blood & Gore wird in so übertriebener Weise dargestellt, dass man herzhaft lachen muss, wenn mal wieder ein Körperteil durch die Luft fliegt. Die Coolness, die Trejo hier an den Tag legt, lässt jedem (Action-)Fan das Herz höher schlagen. Besonders der spontane Wettfight in der Nebengasse, als er seinen Kontrahenten ausschaltet, ohne ihn zu berühren, zaubert einem ein breites Grinsen ins Gesicht. Auch die anderen Darsteller können vollauf überzeugen, alle scheinen einen grossen Spass beim Dreh gehabt zu haben. Besonders gefreut hat mich der Auftritt von Don Johnson, den man schon lange nicht mehr auf der Leinwand gesehen hat (er spielt hier einen üblen, rassistischen Texaner). Aber auch die restlichen Schauspieler-Namen wie Robert de Niro (der kann ja wohl alles spielen), Steven Seagal, Tom Savini und Cheech Marin lassen erkennen, dass man hier allereinsten Edel-Trash zu sehen bekommt
(Dank an die deutsche Synchronisation, fast alle haben ihre Stammsprecher von früher).

Well done, Senior Rodriguez, so viel Spass beim Film-Gucken habe ich schon lange nicht mehr gehabt. Eine Offenbarung für jeden, der die CGI-Orgien der Neuzeit verdammt!
Der Film hätte übrigens auch schon vor 25 Jahren funktioniert, wäre dann aber aller Wahrscheinlichkeit nach sofort auf dem Index gelandet oder gar beschlagnahmt worden. Wie sich die Zeiten doch ändern...

Tipp: Unbedingt die Tonspur mit den Zuschauerreaktion einschalten, das läßt den Film nochmal lustiger wirken!

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