Bereits vor dem Vorspann fängt vermeintlich der Spaß an, als Frankensteins Limousine mit ausfahrbaren Klingen die Köpfe in den Beutesack fliegen lässt. Doch zur Story: Jason Jones ist etwas „ausgeflippt“, Erholung soll ein „Bumsurlaub“ in einem Fitnesscamp bringen, das sich als Schloss des ominösen Dr. Frankenstein entpuppt. Auch Judy Peters verschlägt es dorthin, gemeinsam treffen sie etwas verwundert am einsamen Ziel ein. Jasons Beweggründe, sich an Judy heran zu schmeißen sind offensichtlich, eigentlich spielt Robin Askwith den gleichen Hippieproleten wie in „Turm Der Lebenden Leichen“. Jane wehrt sich auch nur leidlich gegen die plumpen Annäherungsversuche und so schliddern die beiden erstaunlich vergnügt in ihr Elend. Die Anzeichen dafür, dass die Experimente von Dr. Frankenstein nicht viel mit einer Gesundheitsfarm zu tun haben, sind überdeutlich, eigentlich würde jeder schon auf dem Absatz kehrt machen, nicht so unser Held, der wohl aufgrund des unterbelichteten Intellekts erst einmal die große Welle macht. Die anderen Gäste, kreidebleich und apathisch bis neurotisch sind natürlich schon operiert, wie die Narben auf deren Stirn zeigen, eine der wenigen prima Ideen in diesem Trashstreifen ist es, den selbst ernannten Gehirnforscher seine unfreiwilligen Patienten das Gehirn zu „demontieren“ und dann „elektrifizieren“ zu lassen, bis sie fernsteuerbare, lebende Tote sind. Auch die Figuren sind eigentlich ganz nett zusammengeklaut, der mordlüsterne Zwerg Frederick als Gehilfe, die Häscher in Motorradkluft (inklusive Helm auf) und natürlich Janes Tante, Ex-Prostituierte und Hausdrachen in einer Person. Leider kommt dieser Streifen nicht so recht in die Gänge, er bietet zwar einige ulkige Szenen für Trashliebhaber und einige undefinierbar verschmierte Köpfe, die abgeschlagen worden sein sollen, doch zieht er sich auch wie ein gleich bleibender Fluss vom Anfang bis zum Ende mit Wiederholungen aus der Affäre. Ein moderner, unatmosphärischer Schlosshorror mit dem Prototyp des gut ausgerüsteten Bösewichts, freiwillig wie unfreiwillig komischen Momenten, sinnlosen Dialogen in der deutschen Pornosynchro und etwas Anzüglichkeit.
Fazit: Frankenstein im Siebzigerstyle. Nur für eingefleischte Liebhaber eilig abgedrehter, unfreiwillig komischer B-Movies ohne erkennbares Konzept. 4/10 Punkten