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In einer angeblichen Kurklinik führt Doktor Christian Storm Versuche an den Kurgästen durch. Storm manipuliert das Gehirn und seine Patienten werden zu willenlosen Sklaven. Alles läuft recht gut, bis Jason Jones und Judy Peters in der Klinik auftauchen.

Da ist doch mal wieder Phantasie gefragt und die Amboss-Knechte der deutschen Titelschmiede haben diese doch. Aus Doktor Christian Storm wird zum Wohlwollen der Kinokassen, Doktor Frankenstein. Michael Gough (Arthur Holmwood aus Terence Fishers Dracula, zumindest muss ich immer zuerst an diese Rolle denken) weilt auf dem Lande und operiert am menschlichen Gehirn, da ihn der Tierversuch zu langweilig wurde. Viel mehr gibt es eigentlich gar nicht zu sagen, wenn da nicht Jason Jones wäre. Eine frühe englische Hippie-Version vom ehemaligen deutschen Fußballnationaltorhüter Oliver Kahn. Der stets an den Beischlaf denkende Potenzhippie wirbelt die ruhige Klinik ziemlich durcheinander und Doktor Storm Frankenstein ist äußerst genervt, so dass er seine Privatarmee von willenlosen Robotern auf Jason ansetzt. Jason bekommt jedoch Unterstützung von Judy Peters, die sich gern seinen Frühlingsgefühlen aussetzt und später von einem jungen Herrn der Ricky Shayne nicht unähnlich ist.

„Was zum Teufel ist das für ein Puff hier?“ (Jason Jones)

Wie man sieht tut sich Einiges in Doktor Storms Privatklinik, was beim Zuschauer für gute Laune sorgt. Aber nicht nur das ist als Positiv zu bemerken, auch die Kulissen und die sympathischen englischen Landschaften aktivieren den Wohlfühlfaktor. Im Punkte Dialoge bekommt man ebenfalls einige feine Wortspiele geboten und die englische Originaltonspur, wie auch die deutsche Synchronisation sorgen für gute Unterhaltung. Auf den geliebten schwarzen Humor muss ebenfalls nicht verzichtet werden.

„Ich verlange saubere Arbeit, Frederick! Der Wagen ist frisch gewaschen.“ (Doktor Storm)

„Frankensteins Horror-Klinik“ oder „Madhouse“ oder wie auch immer man den Film nennen möchte kann als eine Persiflage mit leichten Anklängen einer Hommage an das englische Horrorkino der 60er Jahre gesehen werden. Wer nicht auf Logik und Sinn wert legt (wer es trotzdem tut, wird erschossen!), der wird hier gut bedient.

Fazit: Ein leicht morbides und witziges Stelldichein aus Großbritannien in dem auch die Köpfe rollen.

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