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Nach dem überragenden Erfolg des ersten Teils war es nur eine Frage der Zeit, dass Ip Mans Geschichte fortgesetzt würde. Nun befinden wir uns in Hong Kong, wo Ip Man versucht eine Kampfsportschule zu etablieren, erst mal gegen den Widerstand der einheimischen Kampsportlehrer, die er immer wieder besiegen muss, um deren Respekt zu ergattern, und dann schließlich natürlich gegen die fremden Monster-Bösewichter, die wieder einmal für neuere chinesische Produktionen üblich im Prinzip nur Karikaturen sind.

Die Story des zweiten Teils von Ip Man ist noch dünner als die des ersten Teils, der Aspekt der Fremdenfeindlichkeit noch deutlicher ausgeprägt, der Ekelfaktor ob der Ideologie also deutlich höher.

Doch wie schon im ersten Teil ist Donnie Yen wie geboren dafür, Ip Man zu verkörpern, es umweht ihn eine Aura des Wunderbaren und Friedlichen, trotz der Kampfsportthematik.Und dann ist da natürlich der Aspekt der Kampfsportchoreographie, die nicht nur über jeden Zweifel erhaben ist, sondern auch besser und beeindruckender ausfällt als schon im überragend choreographierten ersten Teil. Vor allem der Kampf mit Sammo Hung gehört mit zum Besten, was in Hong Kong an Kampfsport choreografiert wurde. Dies ist besonders erwähnenswert, da ich eigentlich alle Choreografien mit Sammo Hung für überbewertet halte (ich sage nur SPL). Aber hier ist es einfach unglaublich phänomenal und cool inszeniert.

Alles in allem kann man festhalten, dass der zweite Teil ähnlich wie der erste fremdenfeindlich und revanchistisch ohne Ende ist, sogar gefühlt noch mehr, aber die Kämpfe deutlich sensationeller rüberkommen und daher eine gleichwertige Bewertung des Filmes nahelegen. Dies wird vor allem durch das monotone Spiel Donnie Yens, das der ganzen Sache eine gewisse Routine und Beständigkeit gibt, bestärkt.

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