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Nicholas (Steve Sandvoss), ein brillanter junger Wissenschaftler, experimentiert mit einem Serum, das totes Gewebe wieder lebendig werden lässt. Die Tests mit einer Ratte verlaufen vielversprechend. Als seine neue Freundin Sophia (Nicole Vicius) bei einem Ausflug ertrinkt, klaut er kurzerhand ihre Leiche aus dem Krankenhaus & holt seine große Liebe ins Leben zurück. Die Sache hat bloß zwei Haken. Erstens erfordert die Herstellung des Serums Opfer & zweitens ist die Reanimierte nicht mehr so ganz die Alte.

Exquisite Corpse, mit dem bescheuerten deutschen Titel Frankenstein Corpses gestraft, ist ein ambitionierter kleiner Indie-Streifen von Scott David Russell, der seine Thematik sehr ernst nimmt & der sich Zeit für die Einführung seiner beiden Hauptfiguren nimmt. Die (tragische) Geschichte baut sich langsam & bedächtig auf, Russell lässt ihr viel Raum zur Entfaltung, bis sich die ungute Sache mehr & mehr zuspitzt.

Leider schafft er es kaum, beim Zuschauer Sympathien für die Figuren zu wecken, der Erzählfluss ist recht zäh geraten, der Twist gegen Ende wirkt aufgesetzt & etwas mehr Schwung hätte dem Ganzen schon sehr gutgetan. So bleibt unterm Strich trotz guter Ansätze nicht mehr als Durchschnitt über.

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