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Der Film erzählt eine fiktive Vorgeschichte der Legende um Robin Hood, baut dabei aber historische Personen mit ein. - Robin Longstride (Russel Crowe) kämpft als Söldner für Richard Löwenherz, bis dieser in einem Kampf tödlich verwundet. Um sicher zurück nach England zu kommen gibt er sich danach als englischer Ritter aus und reist per Schiff zusammen mit der Königskrone nach London. Dort übergibt er diese an Eleonore von Aquitanien, der Mutter von Richard Löwenherz, welche ihrerseits ihren jüngsten Sohn John (Kevin Durand) als Thronfolger ernennt. Dieser ist aber von Beginn weg egoistisch, gierig und unbarmherzig und vertraut dem dubiosen Feldherrn Godfrey (Mark Strong), welchen er sogleich als neuen Schatzkanzler einsetzt. Robin ist unterdessen nach Nottingham weitergereist und hat bei der Familie Loxley einen Unterschlupf gefunden. Dort wird er gebeten sich als Robert Loxley auszugeben, der verstorbene Ehemann von Marion Loxley (Cate Blanchett), damit sie als verwitwete Frau nicht enteignet wird. Er erfährt ausserdem, dass sein Vater für Freiheitsrechte gekämpft hat und deswegen hingerichtet wurde. Erneut erheben sich nun die englischen Barone gegen König John, da ihre Grafschaften unter der Wirtschaftspolitik des Königs leiden. Der ehemalige Schatzkanzler William Marshal (William Hurt) entlarvt das falsche Spiel von Godfrey und hat Kenntnis davon, dass französische Truppen von König Philipp im Anmarsch sind um England einzunehmen. Notgedrungen lässt sich König John auf einen Deal mit den Baronen ein und verspricht ihnen als Gegenleistung für ihre Hilfe mehr Freiheiten. Gemeinsam nehmen sie an der Küste den Kampf mit den französischen Truppen auf und Robin wird nach der Ermordung von Godfrey als Held gefeiert. König John bricht danach jedoch sein Versprechen, verbrennt den Friedensvertrag und erklärt Robin für gesetzlos.

Sehr aufwändiger Abenteuerfilm der einen Blick auf die (mögliche) "Entstehung" von Robin Hood legt. Es war eine brutale Zeit mit vielen Kämpfen, politischen Ungerechtigkeiten und wenig Freiheiten. Der Plot ist eigentlich überschaubar und deswegen gibt es auch unzählige Längen im Film, was bei einer Laufzeit von über 140 Minuten nicht verwunderlich ist. Hätte für meinen Geschmack sicherlich etwas kürzer und effizienter sein können. Die Produktion und die Darsteller sind insgesamt sicherlich solide und auch sonst kann man den Film gut und gerne anschauen, auch wenn nicht alles restlos überzeugt.

Note: 6,5 / 10

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