7
Französischer Film aus dem Jahre 1973, in dem kein einziges verständliches Wort gesprochen wird. Die Protagonisten verständigen sich per lautmalerischem Kauderwelsch und primitiver Grunzlaute, bauen sich aus ihren Wohnungen Höhlen und werden in ihrem neuen Lebensstil plötzlich immun gegen Angriffe der Staatsmacht. Bewusst naiv-grotesk und plakativ gezeichnete, sich gegen die Monotonie und die Zwänge des Alltags richtende, abgefahrene Komödie, die neben viel Spaß die Erkenntnis vermittelt, dass wer sich aus der "normalen" Gesellschaft verabschiedet und fortan ein selbstbestimmtes, alternatives, zurück auf die Grundbedürfnisse des Menschen besonnenes Leben lebt, über den Dingen zu stehen vermag und sich somit dem Alltagstrott und mit ihm einhergehender Probleme ebenso entziehen kann wie Angriffen und Repression. Muss man mal gesehen haben, denn das Gezeigte spottet eigentlich jeder Beschreibung!
10
Ein Zweistundenfilm, in dem kein verständliches Wort gesprochen wird. Was auch nicht nötig ist, da er die Wiedertierwerdung eines Menschen behandelt, und die Verbreitung dieses Ausbruchs aus der Gesellschaft. Initial ist das Bewusst werden der eigenen langsamen Verrottung im Netz der gesellschaftlichen Normen mit ihren Hierarchien und dem ewigen eingeschliffenen Trott. Der Film lässt sich durchaus humoristisch betrachten, aber er setzt sich ernsthaft mit dem Platz des Individuums in der (post)modernen Welt auseinander, und er zeigt einen Ausweg, den in der Realität freilich niemand geht. Der Film hinterlässt mit seiner Schlusssequenz, die durch die soziale Wohnwüste gleitet, einen gruseligen Nachgeschmack und einige Fragen philosophischer Art, über die man sich prima den Schädel zerbrechen kann. Ein Spitzenfilm also.