Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 27.07.2011

Ich möchte mich den Schimpftiraden auf Henry Maske NICHT anschließen - ohne Maske wäre dieser Film ein handelsüblicher, unspektakulärer 30er-Jahre-Kostümfilm, schwach erzählt, aber zu souverän bebildert, um aufgrund seiner Inkompetenz zu amüsieren. Quasi Uwe Bolls Antwort auf Ed Woods "Jail Bait". MIT Maske dagegen ist "Max Schmeling ein 30er-Jahre-Kostümfilm MIT Maske! Der Mann übt einen schier unglaublichen Besonderheitseffekt aus. Nur ein Actionfilm mit den Klitschko-Brüdern könnte schöner sein. Wie der Gentleman-Boxer jede Szene mit einer Tonlage runternuschelt, wie er immer den gleichen fiesen Blick drauf hat - ein guter Schauspieler muss sich eben nicht dem Film anpassen, der Film passt sich ihm an, gell.

Jetzt mal ganz ohne Ironie: Die starre Art Maskes, so schauspielerisch armselig sie (erwartungsgemäß) auch ist (wobei sein Face Acting gar nicht mal so verheerend ausfällt, es ist das Voice Acting, das jede Szene an sich reißt), sie hat mir den Spaß am Film gerettet. Die geronnene Suppe, die im Vorfeld zu erwarten war, serviert Boll nicht.

*weitere Informationen: siehe Profil

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