Komme gerade aus dem Preview vom neuen "Karate- Kid-" Film. So schlecht, wie einige befürchteten, war er dann auch nicht. Obwohl als Hommage an das Original gedacht, werden hier viele Zitate neu intepretiert. Die meisten Szenen, die man aus dem allerersten Film kennt, werden hier nochmal von vorne durchgekaut. Der aktuelle Film übernimmt zuviel vom Original. Ein bisschen mehr eigenständigkeit hätte auch nicht geschadet.
Die alte "Ich- wurde- verhauen- deshalb- lerne- ich- Kung- Fu"- Masche wurde schon so oft breit getreten. Wenn man schon ein Remake dreht, dann sollte man alternative Wege gehen oder versuchen etwas neues zu kreieren und somit auf diese weise dem Original huldigen. Hier wird wieder einmal das übliche Rollenklischee verteilt.
Eine Überraschung ist da Jackie Chan als Mr Han. Schon in "Forbidden Kingdom" stellte er einen Sifu da, was aber nur teilweise gelungen war. Aber in "Karate Kid" kommt seine Rolle als Meister so richtig zu geltung. Jackie befindet sich in der Position, in der einst sein Lehrmeister Simon Yuen in "Drunken Master" war. Zwar erreicht
Jackie als Mr Han keine schauspielerischen Höchstleistungen wie sein Vorgänger Pat Morita als Mr Miyagi, doch er spielt alle anderen Beteiligten an die Wand. Er macht hier eine bessere Figur als in den lauwarmen "Rush Hour 3" und "The Spy next Door".
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Wie im ersten "Karate Kid" wird der von Chan gespielte Meister von seiner Vergangenheit eingeholt. Auch er hatte in früheren Tagen eine eigene Familie, die auf tragische weise ums Leben kam. Dann wird auch klar, warum Han den von Jaden Smith gespielten Jungen Kung Fu beibringt.
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Eigentlich ist "Karate Kid" ein ganz unterhaltsamer Familienfilm, wenn da nicht die Überlänge von 140 Minuten wären. Mittendrin geht der Film schleppend voran. Auch der Subplot um die chinesische Schulfreundin zieht sich in die Länge. Aber nichtsdestotrotz gibt es ja die hervorragend einstudierten Kampfsequenzen. Und die sind auf einem hohen Niveau.
FAZIT:
Ganz passabler Familienfilm, der zwar nichts neues bietet, aber dennoch ordentlich unterhält. Vielleicht Jackie's bester Amifilm in den letzten fünf Jahren.