Weil sich habgierige Menschen am Land der Jicarillo Indianer bereichern wollen, hetzen sie Indianer gegen Weiße auf. Rollins und seine Leute wollen das Land des Stammes, aber Winnetou, Häuptling der Apachen, hat den Braten gerochen, und tut alles, was in seiner Macht steht, um wieder Frieden zu stiften.
Teil drei ist nicht nur logischerweise der Abschluß der großen Apachen Trilogie, sondern endet auch mit dem Tod des edlen Indianerhäuptlings, zumindest bis ihn Jahre später wahnsinnige Filmproduzenten aus dem Steingrab holten und einen wirklich grottigen Fernsehfilm daraus machten.
Über die Story muß man nicht wirklich Aufhebens machen, ist sie doch eigentlich immer die gleiche. Der Friede zwischen Indianern und weißen Eindringlingen ist bedroht, die wackeren Blutsbrüder machen sich auf um Friedensengel zu spielen, während sie von einer Bande von etwa 50 Bösewichtern verfolgt/bedroht/gefangen oder sonstwas werden. Dazu einen heftigen Zuckerguß aus Pathos, Klischees und gut gemeinter Naivität, fertig ist die Karl May Verfilmung, aber verdammich, das System hat jahrelang prächtig funktioniert.
Allerdings kann man auch durchaus erste Abnützungserscheinungen bemerken, weshalb Teil drei für mich immer noch ein guter Film ist, allerdings die beiden Vorgänger doch besser waren. Hier muß sich Winnetou sogar dreimal von seinem Rappen Iltschii retten lassen (Steinbruch, 2x bei Jagd auf ihn) und stirbt folgerichtig hart an der Kitschgrenze als dieser nicht da war. Mich hätten da echt mal die Gesichter der Kinobesucher am Schluß interessiert, denn das ist schon ein echtes Downer-Ende. Und was hat eigentlich Old Shatterhand danach beruflich gemacht?
7/10