Review

Ein Stripclub in der japanischen Provinz. Es herrscht tote Hose, kaum Kundschaft, die Tänzerinnen langweilen sich und gehen blödsinnigen Tätigkeit nach, wie Pingpong spielen oder Wrestling. Eines Tages entdeckt eine der Damen eine versteckte Tür in der Umkleide. Diese führt die Mädels in einen Keller, wo sie ein „Necronomicon“, ein Buch der Toten, finden. Dieses flugs durchgeblättert und schon ist die Zombie-Kacke am Dampfen. Doch die Girls wissen sich zu Helfen…

Ein klare „Ja“ zur Initiative „Mehr Filme mit geilen Titeln“! Mit BIG TITS ZOMBIES erreicht uns vom Regisseur einschlägig bekannter Werke wie SEXUAL PARASITE: KILLER PUSSY ein weiterer, derzeit sehr im Trend liegender Vertreter des modernen japanischen Splatterfilms, wie sie seit MACHINE GIRL und TOKYO GORE POLICE wie Pilze aus dem Boden schießen. Die Markenzeichen und Grundregeln jener Gattung – viel übertriebener Gore, hektoliterweise Blut, Bodyhorror-Anleihen, magere Story am Rande der Nebensächlichkeit – werden selbst verfreilicht auch hier eingehalten.
Der Streifen surft, ähnlich wie jüngst der Titten betonte B-Actioner BITCH SLAP, auf der „Grindhouse“-Welle, macht also erstens einen auf altmodischen Schund, versucht sich überdies aber auch an einer Kombination aus heißen Girls und brachialem Splatter. Und das Konzept geht natürlich auf! Wie sollte es auch anders sein!?

Die Highlights in Sachen Gore sind ein Augapfel-Lollipop, meterhohe CGI-Blut-Fontänen, die vertikale Spaltung eines Zombies und es kommen vermehrt Kettensäge und Samuraischwert zum Einsatz. Ferner ist BIG TITS ZOMBIES gespickt mit absolut klapsmühlenreifen Einfällen, dessen Highlight ganz klar eine Feuer spuckende Vagina darstellt. Darüber hinaus geht der Streifen auch der Frage nach: Was tun, wenn das Sushi plötzlich wieder lebendig wird?
Die FX sind trashig, teilweise sogar sehr. Verglichen mit TOKYO GORE POLICE oder VAMPIRE GIRL VS. FRANKENSTEIN GIRL kackt BTZ auf ganzer Linie ab. Da erinnern die Eingeweide einfach doch zu stark an Lorbeerpüree. Wer also rein auf Gore aus ist, wird an dem Streifen keine echte Freude haben.

Für die, die es noch nicht geschnallt haben: BIG TITS ZOMBIES ist ein reichlich doofes Filmchen, das man nicht allzu ernst nehmen sollte. Zombies, die den Stripperinnen den BH klauen, mit Blut besudelte blanke Busen, diese permanenten Close-up’s auf primäre und sekundäre weibliche Geschlechtsorgane… BIG TITS ZOMBIES ist so etwas wie die japanische Antwort auf ZOMBIE STRIPPERS mit Jenna Jameson [oder STRIPPERS VS. ZOMBIES ohne Jenna Jameson] – eine pikante Fleischbeschau kombiniert mit Unmengen an Kunstblut - oder wie in diesem Fall: CGI-Blut.
Aber halt: „Big Tits“ und dann Japanerinnen – wie soll das denn hinhauen? Klar, auf den japanischen Frauentypus sollte man natürlich schon stehen, insofern man den Film nur der Nacktszenen halber kuckt. Die auftretenden Damen sind aber durchaus als Augenweiden zu bezeichnen und so ein bisschen Holz vor der Hütte (gemessen an Jenna!) haben sie natürlich auch.

Big Tits:                       (+)(-)(-)(-)(-)
Zombies und Gore:      (+)(+)(-)(-)(-)
Fun:                             (+)(+)(+)(-)(-)
Rest:                            (+)(-)(-)(-)(-)

BTZ ist ein wilder Mix aus TANZ DER TEUFEL, KILL BILL und MACHINE GIRL, wobei der Vergleich mit ZOMBIE STRIPPERS wohl doch am besten passt. Der Streifen macht Spaß, hat aber gravierende Schwächen, über die ein paar nackte Busen leider nicht hinweg täuschen können. Als japanisches Kuriosum ist er jedoch nicht vollends von der Hand zu weisen.
Fazit:
Heiße Girls + Kettensägen + Splatter = a Fotz’n-Gaudi? – Leider nur, wenn der Regisseur Rodriguez, Zombie oder Aja heißt!



PS:
Das Review bezieht sich auf die 2D-Version des Films. In 3D stehen einem die Nippel aber gewiss noch etwas steifer entgegen.

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