Handlung:
Seltsame Dinge geschehen in Rudow. Eine Prostituierte wird um die Ecke gebracht (zumindest wird ihr ein Klumpen unidentifizierbarer roter Matsche vor die Nase gehalten), und ein junges Pärchen bemerkt, daß ein obskurer älterer Mann in einem scheinbar verlassenen Haus offenbar jemanden gefangenhält. Sie gehen dem Fall nach, in den sich dann auch noch eine seltsame Agentin einschaltet. Wer ist das geheimnisvolle Wesen in dem alten Haus??
Zu Beginn des Films wird man durch eine ziemlich alberne Splätterszene ein wenig in die Irre geführt. Was wie ein konventioneller "Slasher"-Streifen beginnt, wird im folgenden zu einer Detektivgeschichte. in der vieles im Unklaren gelassen wird, was sich auch teilweise später nicht so recht aufklärt, vor allem was die blonde Agentin angeht. Die Wirkung des Films oszilliert zwischen liebenswürdiger Junge-Ermittler-Geschichte und etwas lächerlichem Geheimagenten-Getue. An einer Stelle wird sogar ein wenig philosophiert, wo es um eine neuerbaute Vorstadt geht, in der man ja auf keinen Fall leben möchte, früher waren hier ja noch Wiesen... Das kommt ein wenig überraschend inmitten so viel US-nahem Coolness-Schrott (blonde Agentin). Die Darsteller sind durchweg sympathisch, die weiblichen auch recht ansehnlich und aus irgendwelchen Gründen durchgehend ziemlich luftig bekleidet. Alles plätschert recht gemütlich vor sich hin, bis es am Ende unvorhergesehen noch einmal ziemlich heftig wird, wo wiederum einige dilettantischen Splätter-Momente zu begutachten sind.
Sehr informativ die auf der DVD enthaltenen Audiokommentare zu den entfernten Szenen: "Wo die Darstellerin xy schon mal da war, haben wir noch mal diese Kußszene gedreht... Da gerade kein Schauspieler zur Stelle war, habe ich die Rolle mal selbst übernommen... Aber natürlich paßt das Ganze überhaupt nicht zum restlichen Film..." Aha, so ein Spitzbube aber auch.
Im Ganzen leider nicht eben überzeugend. Die charmante Hauptdarstellerin mit dem reizenden Namen Anja Taschenberg lohnt den einen oder anderen Blick, aber sonst ist hier keine deutsche Filmgeschichte geschrieben worden.